Johann Wolf – Vom Sol­dat zum Obrist und Regimentsinhaber

Johann Wolf – Vom Sol­dat zum Obrist und Regimentsinhaber

Hier erfährst Du mehr über sein Leben, die Vor­la­ge für unse­re Dar­stel­lung und das Regi­ment Johann Wolf

Leben des Johann Wolf

Johann Wolf (zeit­wei­se auch „Johann Wolff“) stammt aus einer bür­ger­li­chen Ingol­städ­ter Fami­lie. Gebo­ren wur­de er am 17.03.1605.

Vom Wesen glich er sei­nem Befehls­ha­ber, Vor­bild und Freund Jan von Werth. Sein mili­tä­ri­sches und tak­ti­sches Talent war sehr aus­ge­prägt. Er erkann­te sei­ne Vor­tei­le und griff den Feind an, wann immer sich die Gele­gen­heit ergab. Genau wie Jan von Werth war er, so gut es ging, um das Wohl sei­ner Sol­da­ten bemüht. Dies erklärt die Beliebt­heit die­ses jun­gen Offiziers.

Erst­mals als Obrist und Befehls­ha­ber des Dra­go­ner­re­gi­men­tes Werth wur­de er im Juni 1636 genannt. Er nahm am Frank­reich­feld­zug und dem Ein­fall in die Picar­die des Jan von Werth mit Erfolg teil und erhielt sein eige­nes Regi­ment. Ende 1636 stand das Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf vor der Fes­tung Ehren­breit­stein bis die­se Ende Juni 1637 erobert wur­de. Ab Herbst 1637 gehör­te sein Regi­ment, immer noch im Heer des Feld­mar­schall-Leut­nants Jan von Werth, der Reichs­ar­ma­da unter Her­zog Karl von Loth­rin­gen an und kämpf­te gegen die Armee von Her­zog Ber­nard von Sachsen/Weimar und gegen die fran­zö­si­sche Armee. Beim zwei­ten Gefecht in der Schlacht von Rhein­fel­den (28.02. und 03.03.1638) wur­de Johann Wolf ver­wun­det und gefan­gen. Mit dem Obrist Neuneck wur­de er in der Fes­tung Ben­feld im Elsaß ver­wahrt. Im Juli 1639 aus­ge­tauscht, führ­te er Ver­hand­lun­gen zum Aus­tausch von Jan von Werth gegen den schwe­di­schen Gene­ral Gus­taf Horn. Auch führ­te er sofort wie­der sein Regi­ment im Kampf gegen den Feind am Rhein. 1640 besetz­te er Spey­er und erober­te Land­au und Ger­mers­heim. Dar­auf wur­de er zum Schutz von Aschaf­fen­burg abberufen.

1641 lag er mit sei­nem Regi­ment am baye­ri­schen Unter­main. Er selbst hat­te in Aschaf­fen­burg Quar­tier, sein Regi­ment lag auf­ge­teilt in eini­gen umlie­gen­den Ort­schaf­ten. Auf­ge­teilt war sei­ne Ein­heit wie folgt:

    • eine Kom­pa­nie in Steinheim
    • eine Kom­pa­nie in Seligenstadt
    • eine Kom­pa­nie in Obern­burg (8 Rei­ter davon sol­len in Möm­lin­gen im Quar­tier gele­gen haben)
    • eine Kom­pa­nie in Klingenberg
    • eine Kom­pa­nie in Miltenberg
    • eine Kom­pa­nie in Lohr

Bald nach­her fin­den wir ihn als Erobe­rer von Ober­ur­sel. Wäh­rend des Gefech­tes bei Lied­berg am 24.09.1642 ret­te­te er Jan von Werth das Leben. Zu Beginn der Schlacht von Tutt­lin­gen (24.11.1643) erober­te er mit sei­nem Dra­go­ner­re­gi­ment und den Mus­ke­tie­ren des Obris­ten Gold die gesam­te fran­zö­si­sche Artil­le­rie und lei­te­te den Sieg ein. Fer­ner zeich­ne­te er sich in der Schlacht von Frei­burg am 03. und 05.August 1644 aus. Gefal­len ist Johann Wolf am 21.11.1644 beim Sturm auf Bens­heim. In der Jakobs­kir­che in Adels­heim kann ein Epi­taph von ihm besich­tigt wer­den. Bei sei­nen Tod war Johann Wolf ver­hei­ra­tet. Wei­te­re Fami­li­en­ver­hält­nis­se haben wir noch nicht erfor­schen können.

Geschich­te des Regiments

Beson­ders die Geschich­te zum Regi­ment Johann Wolf ist für uns von beson­de­rem Inter­es­se, wes­halb wir eigens hier­für eine For­schungs­grup­pe in unse­rem Ver­ein eta­blie­ren konn­ten. Hier möch­ten wir Euch die Ergeb­nis­se die­ser sowie eini­ge wei­te­re, die unse­re Hei­mat­re­gi­on betref­fen, vorstellen.

Her­kunft des Dra­go­ner­re­gi­ment Johann Wolf: Cron­bergs Kom­pa­nie, ab 1620 Leib­gar­de des baye­ri­schen Her­zog (ab 1623 Kur­fürst) Maxi­mi­li­an I.
Cron­berg­sches Dra­go­ner­re­gi­ment unter Befehl von Adam Phil­ipp Frei­herr, spä­ter Graf von Cron­berg [Cron­ber­ger, Kron­berg, Cron­burg, Cro­nen­berg] und Hohen­ge­rolds­eck. Am 3.8.1634 starb Cron­berg in dem von den Schwe­den wie­der auf­ge­ge­be­nen Regens­burg an der Pest. (Quel­le: Bernd War­lich, Der 30 jäh­ri­ge Krieg in Selbstzeugnissen)
Dann unter Befehl von Oberst­leut­nant Hans Chris­toph Ganß von Otz­berg (gefal­len am 20.08.1634)
Ab 28.08.1634 Leib­re­gi­ment Johann von Werth. Das Regi­ment wur­de Johann von Werth auf­grund sei­ner Ver­diens­te wäh­rend der Schlacht von Nörd­lin­gen vom baye­ri­schen Kur­fürs­ten verliehen.
163536 Dra­go­ner­re­gi­ment Johann Wolf

In fol­gen­der Datei fin­dest Du eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Ereig­nis­se zum Regi­ment: Zusammenfassung_Geschichte_RJW

Wir bedan­ken uns bei Herrn Chris­ti­an Kodritz­ki, der uns immer unter­stützt und mit sei­nem Fach­wis­sen wei­ter­hilft. Auch für die Mit­hil­fe von Axel Stolch möch­ten wir uns bedanken!

Alle hier auf­ge­lis­te­ten Anga­ben sind so gut wie mög­lich beleg­bar. Es kann jedoch anhand der unsi­che­ren Akten­la­ge immer vor­kom­men, dass eini­ge Anga­ben nicht 100% stim­men. Wenn Sie ande­re Quel­len und Fak­ten besit­zen, sind wir über eine Benach­rich­ti­gung sehr dankbar!

Regi­ments­stär­ke des Dra­go­ner­re­gi­ment Johann Wolf

Aus der „Baye­ri­schen Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645/46“ von Cor­du­la Kap­ser konn­te die Kriegs­stär­ke des Regi­men­tes her­aus­ge­fun­den werden:

Inter­es­sant ist die Zunah­me der Kriegs­stär­ke des Regi­men­tes. Die­se Zah­len stüt­zen sich auf Mel­dun­gen der Offi­zie­re, die aber auch nicht immer stimm­ten, da, je mehr Sol­da­ten gemel­det wur­den, umso mehr Sold und Ver­pfle­gung zuge­wie­sen wurde.

März 1639423 Mann
Novem­ber 16406 Kom­pa­nien 581 Mann, davon 294 berit­ten, 287 unberitten
16426 Kom­pa­nien 550 Mann
Dezem­ber 16426 Kom­pa­nien 580 Mann
Novem­ber 164318 Kom­pa­nien 1025 Mann
Janu­ar 16441090 Mann
Dezem­ber 164410 Kom­pa­nien 928 Mann
Novem­ber 1645Das Regi­ment wird nach dem Tode von Johann Wolf vom Obris­ten Johann Fer­di­nand Creutz über­nom­men. Die Stär­ke des Regi­men­tes wird mit 846 Mann in 10 Com­pa­nien gemeldet.Der Oberst Creutz wur­de Mit­te 1647 fah­nen­flüch­tig. Er wech­sel­te in kai­ser­li­che Diens­te, Das Regi­ment blieb baye­risch. Obrist Bärtl über­nahm das Regiment.
Juli 164710 Kom­pa­nien 723 MannDas Regi­ment stand jetzt unter dem Befehl von Obrist Johann Bartl , auch Bärtl, Bar­tel oder Bär­tel von Wen­dern (1605 – 7.10.1683
Febru­ar 1648852 Mann
Novem­ber 164810 Kom­pa­nien 689 MannDies war die letz­te Ein­tra­gung in die Stär­ke­lis­te der Bai­ri­schen Armee. Am 20. Dezem­ber 1648 wur­de noch eine Mus­te­rungs­lis­te erstellt. Wahr­schein­lich wur­de das Regi­ment danach auf­ge­löst. Aus „Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on der Baye­ri­schen Armee in der zwei­ten Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges“ von Cor­du­la Kapser

Per­so­nen im Regi­ment Johann Wolf

Durch unse­re For­schungs­ar­beit zu Johann Wolf und sei­nem Regi­ment konn­ten wir mitt­ler­wei­le eini­ge Per­so­nen, die im Regi­ment Johann Wolf kämpf­ten, belegen:

RangFami­li­en­na­meVor­na­meBemer­kungQuel­leBuchSei­te
Obrist­leut­nantZol­lerSig­mund (Sigis­mund)stammt aus Vil­lin­gen, 1638 und 1643 in VillingenStadt­ar­chiv Vil­lin­gen- SchwenningenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen770, 954
Oberst­leut­nantHeil­mannPhil­ipp1638 in Gefan­gen­schaft auf HohentwielChris­ti­an KodtritzkiSei­ten­wech­sel, StaDa80
Haupt­mannGaberN.1640 in der Chro­nik von Bie­tig­heim als Haupt­mann genannt, 1643 in MeerseburgDr. Bernd Wahrlich
Wacht­meis­terBer­linClau­tiStD.E8A 137⁄2
(Oberst)WachtmeisterNuß­baum1638 in Gefan­gen­schaft auf Hoh­ent­wiel (erwähnt als Haupt­mann Nussbaumer)Chris­ti­an KodtritzkiSei­ten­wech­sel80
1641 in SalemStadt­ar­chiv Vil­lin­gen- SchwenningenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen786
war 1641 Oberst-Wacht­meis­ter bei Wolf-DragonerFried­rich MünichGeschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments88
Obris­t­wacht­meis­terHeßN.1645 in Jan­kau gefan­gen genommenDr. Bernd Wahrlich
Obris­t­wacht­meis­tervon der Heese1645 im Regi­ment Creutz in DinkelsbühlChris­ti­an KodtritzkiSei­ten­wech­sel128
Leut­nantLind­nerJohann Georg1644 in VillingenStadt­ar­chiv Vil­lin­gen- SchwenningenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen1014
Sol­datHey­richGeorgStadt­ar­chiv Vil­lin­gen- SchwenningenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen797
Haupt­mannKopf­steinN.1643Dr. Bernd Wahrlich
Haupt­mannEnt­z­bergN.1643Dr. Bernd Wahrlich
Cor­po­ralSteynJohannStD.E8A 137⁄2

Zeug­nis­se

Mat­thä­us Meri­an: „Eigent­li­cher Abriss des Kay­ser­li­chen und Chur Beye­ri­schen Lägers bey der Statt Zons in dem Ert­z­stifft Cöl­len, Anno 1642“, im lin­ken Bild­rand rot ein­ge­kreist unter Num­mer 23 ist das Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf abgebildet.
“Auf­stel­lung der Trup­pen am 21. Febru­ar”, Unbe­kann­ter Autor, zeigt die Auf­stel­lung der Trup­pen vor der Schlacht von Rhein­fel­den. Der schwar­ze Pfeil rechts zeigt das Dra­go­ner­re­gi­ment Johann Wolf.
Kup­fer­stich der Schlacht von Rhein­fel­den, Mat­thä­us Meri­an, ver­öf­fent­licht 1670 in Thea­trum Europaeum
Die Schlacht oder der Über­fall bei Tutt­lin­gen am 24.11.1643, bei wel­chem Wolf gegen 1000 Duka­ten Beloh­nung die Erobe­rung der gesam­ten fran­zö­si­schen Artil­le­rie gelang, Mat­thä­us Meri­an, 1647
Der baye­ri­sche Gene­ral­feld­zeug­meis­ter Franz von Mer­cy schreibt am 25.02.1640 an den Obrist Johann Wolf mit Anord­nung zur Ein­quar­tie­rung sei­ner „Wolf­s­chen Dra­go­ner“ in Klin­gen­berg, Mil­ten­berg, Obern­burg und Seli­gen­stadt. Quel­le: „Was ein Seli­gen­städ­ter Mönch im Dreis­sig­jäh­ri­gen Krieg erleb­te – Die Chro­ni­ken des Leon­hard Walz 1631 – 1646“ 
Aus dem Schrei­ben des Baye­ri­schen Feld­mar­schall Franz von Mer­cy an Kur­fürst Maxi­mi­li­an mit der Bit­te um die 1000 Duca­ten für die schlacht­ent­schei­den­de Erobe­rung der feind­li­chen Geschüt­ze. Quel­le: „Die Feld­zü­ge der Bay­ern in den Jah­ren 1643, 1644 und 1645 unter den Befeh­len des Feld­mar­schalls Franz Frei­her von Mer­cy“ von Johann Heil­mann 1851 
Unter­schrift des Johann Wolf, der sich auch manch­mal Johann Wolff schrieb. Quel­le: „Sei­ten­wech­sel“ von Chris­ti­an Kodritzki
Epi­taph Johann Wolfs in der Jakobs­kir­che Adels­heim. Johann Wolf soll nach sei­nem Tod in Bens­heim nach Adels­heim ver­bracht wor­den sein, wovon die­ser Epi­taph zeugt

Lied vom Sieg bei Tuttlingen

Im Novem­ber 1643 gelang Wolf einer sei­ner größ­ten mili­tä­ri­schen Erfol­ge: Er konn­te bei der Schlacht von Tutt­lin­gen die gesam­te fran­zö­si­sche Artil­le­rie erobern, die­se umdre­hen und die Fran­zo­sen mit ihren eig­nen Geschüt­zen beschie­ßen. Kur­fürst Maxi­mi­li­an I. von Bay­ern belohn­te Wolf dar­auf­hin mit 1000 Duka­ten. Zudem fes­tig­te er sei­nen Ruf als einer der tap­fers­ten Sol­da­ten der baye­ri­schen Armee und wur­de in fol­gen­dem Lied von der Schlacht bei Tutt­lin­gen ver­ewigt: “Ein newes Lied, Von der Hoch­löb­li­chen Chur Bay­ti­schen Vic­to­ri zu Duddlin­gen und Rott­weil, wider die Frant­zo­sen 1643, den 25. November”. 

Wir haben zur leich­te­ren Les­bar­keit Wolfs Erwäh­nun­gen aus der Druck­schrift transkribiert: 

13. Chur­bay­ren führt Avan­guar­di­um, thät sich löb­lich erhö­ben, so füh­ret Retro­guar­di­um, Loth­ring, der Fürst dar­ne­ben, der Obrist Wolff wurd vor gestellt, mit sei­ne Trag­oh­nern aus­er­wöhlt, merkt was sich hat begeben.

15. Gedach­ter Herr Obrist Wolff, kam gleich bei denen Stu­cken, dem Feindt gleich zu Anfang auff das gspor, der schießt d’Wacht auff den Rucken, des haben sie gar nit eracht, sie wur­den alle nie­der g’macht, und halff dar­für kein bucken.

Hier der Lied­text aus einer Druck­schrift von 1644. Wolfs Erwäh­nun­gen haben wir rot mar­kiert. Quel­le: Baye­ri­sche Staats­bi­blio­thek, VD17 12:712457S

Zeit­ta­fel Regi­ment Johann Wolf und unse­rer Heimatregion

JahrDatumTextQuel­leSei­teAutor
160517.03.1605In Ingol­stadt wird Johann Wolf, der sich zeit­wei­se auch „Wolff“ schrieb, gebo­ren. Er ent­stamm­te einem gut bür­ger­li­chen Geschlecht.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
16351635 wird er als Obris­t­wacht­meis­ter erwähnt.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
1635Ori­gi­nal­un­ter­schrift des Johann Wolf (Num­mer 78)Sei­ten­wech­sel205Chris­ti­an Kodritzki
1635Ermitt­lung Wolfs als Regi­ments­in­ha­ber eines Regi­men­tes zu Ross und FußDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄4685Cor­du­la Kapser
163501.04.1635„Hier­auf (nach der Erobe­rung Wies­ba­dens am 1.4.1635) ging Hohen­dorf mit allen Sol­da­ten auf Wal­luf im Rhein­gau, wohin auch Oberst Sie­groth mit ein paar hun­dert Mann den Rhein hin­ab gesen­det wor­den war, um es im Rücken anzu­grei­fen, wor­auf sich die dar­in­lie­gen­den Mann­schaf­ten als­bald auf Gnad und Ungnad erga­ben. Bei Elfeld zog Hohen­dorf vor­über, bis Geschütz von Mainz her­bei­ge­bracht wor­den, besetz­te Gei­sen­heim, Rüdes­heim und Ehren­fels. Nun kehr­te er wie­der um, rück­te auf Elfeld los, nahm die Stadt ein und woll­te hier­auf das Schloß angrei­fen. Mitt­ler­wei­le aber war Bön­ning­hau­sen mit einer star­ken Rei­te­rei zur Hil­fe her­an­ge­rückt, die aber in die Flucht geschla­gen, sich sporn­streichs nach Wies­ba­den ret­te­te und alles in der Stadt, weil die Sol­da­ten voll Erbit­te­rung waren, mit neu­em Schre­cken erfüll­te. Elfeld wur­de nun besetzt, das Schloß Ehren­fels, wo man schon Pfer­de­fleisch ver­zehr­te, muss­te sich auf Gna­de und Ungna­de erge­ben und hier sowohl, auf dem Mäu­sethurm wur­den hun­dert Mann nebst Oberst­wacht­meis­ter von Wolf gefangen.Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1854237G. F. Keller
163626.06.1636Feld­zug nach Frank­reich & Ein­fall in die Picar­die:
Unter Werth stan­den fol­gen­de Regi­men­ter: 5 Kür­as­sier­re­gi­men­ter (Leib­re­gi­ment Loth­rin­gen, Neu Werth [frü­her Eynat­ten], Horst, Gay­ling und Fal­lois), das Dra­go­ner­re­gi­ment Werth, das der Obrist Wolf führ­te, und 5 Infan­te­rie­re­gi­men­ter. Ihre Stär­ke betrug zusam­men gegen 6000 Mann. (…) Werths Regi­men­ter rück­ten bei Jemep­pe über die Maas.
Jan von Werth54Hel­mut Lahrkamp
163610.07.1636Der fran­zö­si­sche Kom­man­dat (von La Capel­le) Baron du Bec-Cre­spin kapi­tu­lier­te und erhielt mit sei­nen 1200 Mann frei­en Abzug auf St. Quentin.Jan von Werth54Hel­mut Lahrkamp
163624.07.1636Jan von Werth kom­man­dier­te die Vor­hut, besetz­te Ribe­mont, des­sen Gar­ni­son abzie­hen durf­te, und trug den Schre­cken vor sei­nen wil­den Rei­tern weit ins Hin­ter­land. Die Fes­tung Le Cate­let fiel am 24.Juli nach star­ker Beschie­ßung. Im Kriegs­rat beschlos­sen die Feld­her­ren, die Som­me zu über­schrei­ten und sich gegen die fein­li­che Haupt­stadt zu wenden.Jan von Werth55Hel­mut Lahrkamp
163603.08.1636Werths Kaval­le­rie (unter Wolf) besetz­te das Städt­chen Bray-sur-Som­me (…) die Spa­ni­er schlu­gen zwi­schen Bay und Cor­bie im Ange­sicht des Fein­des eine Schiff­brü­cke und setz­ten trotz hef­ti­ger Gegen­wehr über. (…) In der Nacht des 4. August räum­te der erschüt­ter­te Geg­ner sei­ne Stel­lung. Jan von Werth ver­folg­te die Abzie­hen­den mit 1000 “kom­man­dier­ten Pfer­den”, ere­ril­te die schwer­fäl­li­gen Pro­vi­ant­wa­gen und Muni­ti­ons­kar­ren “eine Stun­de jen­seits” der Stadt Roye, (…) und atta­ckier­te die Nach­hut bei der Stadt Noyon.Jan von Werth55Hel­mut Lahrkamp
163615.08.1636Das Gros der (fran­zö­si­schen) Armee zog gegen die Fes­tung Cor­bie (…) Aber schon am 15. August ergab sich Cor­bie den Spa­ni­ern, ohne das Bre­sche geschos­sen wor­den war. Nun ent­stand Panik in Paris, wohin vie­le Flücht­lin­ge geströmt waren. Ansgt­voll glaub­te man, Werths Kür­as­sie­re und Dra­go­ner stän­den bald vor den Toren (…) Der Name Jan von Werth “der der erschro­cke­nen Stadt Paris die Augen voll Pul­vers und Rau­ches gema­chet” war in aller Munde.Jan von Werth55–56Hel­mut Lahrkamp
163601.09.1636(…) doch keh­ren wir zu Jan von Werth zurück, des­sen Rei­ter noch der Mei­nung waren, in Kür­ze die Tür­me von Paris zu erbli­cken. Am 1. Sep­tem­ber zer­spreng­ten sie zwi­schen Mont­di­dier und Com­piè­g­ne das fran­zö­si­sche Rei­ter­re­gi­ment Plan­cy, das zur Armee sto­ßen wol­te, nah­men 2 Stan­dar­ten und hie­ben die Fein­de zusam­men. Tags dar­auf wur­de eine Kür­as­sier­kom­pa­nie (…) atta­ckiert und nie­der­ge­rit­ten. Jan von Werth schlug im Kriegs­rat vor, man möge stracks auf die Haupt­stadt rücken und den kai­ser­li­chen Dop­pel­ad­ler auf dem Lou­vre auf­pflan­zen, doch stimm­ten ihm der Kar­di­nal­in­fant und Prinz Tho­mas nich zu, weil sie die Ver­stär­kung durch 4000 Spa­ni­er abwar­ten woll­ten. (…) Die Armee ver­schanz­te sich um Cor­bie (…) Doch der Moment zur Bezwin­gung der Haupt­stadt war ver­tan; sie hät­te nur in der ers­ten Über­ra­schung fal­len können.Jan von Werth57Hel­mut Lahrkamp
163620.09.1636Vor der Über­macht (der Fran­zo­sen) tra­ten die Trup­pen des Kar­di­nal­in­fan­ten am 20. Sep­tem­ber den Rück­zug an. Werth blieb am Fein­de, man hat­te ihm die Füh­rung der Nach­hut anvertraut.Jan von Werth57Hel­mut Lahrkamp
seit Ende 1636Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf [Wolff], Johann (1605−1644)
163601.11.1636

Sei­ner­zeit lagen die­se im Raum Koblenz. Der Koblen­zer Kom­man­dant Alex­an­der von Neuneck fer­tig­te im Nov. 1636 eine Auf­stel­lung an, die sich im Haupt­staats­ar­chiv Mün­chen im Bestand KÄA 2580 befin­det. Dar­auf auf­ge­führt sind Dra­go­ner: „Fünff Comp. Herrn Obris­ten Wolf zu Pferd — 160. Zu Fuess — 64

Inter­es­sant ist die gerin­ge Anzahl der Sol­da­ten und der Umstand, dass ein Teil der Dra­go­ner kein Pferd besaß. Nicht unge­wöhn­lich, da die auf der Lis­te auf­ge­führ­ten Kaval­le­rie­ein­hei­ten z.T. auch kei­ne Pfer­de mehr besaßen.

Recher­che von Axel Stolch
163620.11.1636Jedoch befand sich der Feld­mar­schall Gele­en am 20. Novem­ber 1636 noch am Unter­rhein, um dem baye­ri­schen Oberst Alex­an­der von Nei­uneck, Kom­man­dant von Koblenz mit drei Regi­men­tern (Neuneck, Met­ter­nich und das Dra­go­ner­re­gi­ment Johann Wolf) den Rücken bei der Blo­ckie­rung Ehren­breit­steins freizuhalten.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163741Chris­ti­an Kodritzki
163626.11.1636Die neu auf­ge­stell­ten hes­sen-darm­städ­ti­schen Trup­pen wur­den am 26. Novem­ber vor der Fes­tung Gie­ßen unter den Augen das Land­gra­fen gemus­tert. (…) Unter das direk­te Kom­man­do Land­graf Johanns soll­ten dazu noch vier kai­ser­li­che Regi­men­ter sto­ßen: Johann Wolf, Fer­di­nand Oepp, Alex­an­der von Neuneck und Chris­toph Hein­rich von Gey­ling von Altheim.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163721Chris­ti­an Kodritzki
163612.1636Am Jah­res­en­de lager­te der Obrist Alex­an­der von Neuneck mit drei Rei­ter­re­gi­men­ter in wei­tem Umkreis um Ehrenb­reut­stein. Fn3 Unter Neuneck stan­den die Regi­men­ter Wolf und MetternichJan von Werth66 Fn 3Hel­mut Lahrkamp
1637Dem Kur­main­zer Ober­kom­man­do waren immer eini­ge kai­ser­li­che oder Baye­ri­sche Regi­ments­tei­le z.B. vom Regi­ment Johann Wolf, zur Ver­stär­kung beigegeben.Zwi­schen Krieg und Stillstand13Chris­ti­an Kodritzki
1637Die Stand­or­te der vor­ge­nann­ten Regi­men­ter kann man in etwa so loka­li­sie­ren. Johann Wolf um AschaffenburgZwi­schen Krieg und Stillstand13Chris­ti­an Kodritzki
1637Nach­dem der Bestechungs­ver­such Doh­nas nicht gefruch­tet hat­te, zog er mit einer vom baye­ri­schen Oberst Johann Wolf ver­stärk­ten ansehn­li­chen Streit­macht und zwei von Frank­furt gelie­he­nen Geschüt­zen vor Seli­gen­stadt, zer­schoss die Stadt­mau­ern und wag­te einen Sturm­an­griff. Es gab hef­ti­ge Kämp­fe mit etli­chen Toten und Verletzten.Zwi­schen Krieg und Stillstand111Chris­ti­an Kodritzki
1637Anno 1637 ist gesche­hen zu und vor Seli­gen­stadt Chur-Mayn­t­zi­sche Juris­dic­tion (…) dero­we­gen sie sich mit bren­nen­den Lun­ten und Kugeln im Mund ver­se­hen / und ihre Trom­mel schla­gen las­sen / als hat es Ihr. Gn. Den­sel­ben durch den Obrist Wolf von den Dra­go­nern ernst­lich ver­wei­len las­sen (…) seynd die Troup­pen an sie gefal­len / und haben der­sel­ben viel nie­der­ge­macht und gefan­gen / also daß fast nit ein Mann nacher Hanau dar­von kom­men ist / und ob zwar Ihr. Gn. und Obr. Wolf sol­ches abzu­weh­ren sich aufs äus­sers­te bemü­het haben / so ist doch dero­sel­ben Hau­en und Stos­sen umsonst gewe­sen / also daß auch gemel­de­tem Obr. Wolf sein Pferd in die­ser Ver­bit­te­rung unter dem Leib nie­der­ge­schos­sen worden.Aus­führ­li­che und grund­rich­ti­ge Beschrei­bung der vier welt­be­rühm­ten Strö­me Mosel, Saar, Neckar und Mayn1010Chris­toph Riegel
1637Wolf teil­te im Janu­ar 1637 aus Vill­mar Mel­chi­or von Hatz­feldt Ein­zel­hei­ten über den Angriff Wil­helms V. von Hes­sen-Kas­sel auf den Ehren­breit­stein und den Gegen­an­griff durch Johann von Werth mit.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163701.1638Im Jän­ner 1637 fand sich Jan von Werth on Coblenz ein, um die Unter­neh­mun­gen gegen den bana­ch­bar­ten Ehren­breit­stein zu lei­ten. (…) Das Fuß­volk wur­de größ­tent­heils nie­der­ge­hau­en und sämmt­li­che Wagen mit den zwei eschüt­zen erbeu­tet. Wert hat­te bei sei­nem Anmarsch alle Päs­se gesperrt und den Hes­sen nur einen Rück­zug offen gelas­sen, den aber die Obers­ten Neuneck, Wolf und Met­ter­nich besetzt hiel­ten. Was Wert ent­rann, fiel in die Hän­de die­ser Regi­men­ter, so daß gar weni­ge entkamen.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2573Adolf Erhard
163702.02.1637So ver­schlim­mer­te sich die Lage der Graf­schaft mehr und mehr, als die Trup­pen des Rei­ter­füh­rers Jan van Werth 1637 began­nen, die Fes­te Ehren­breit­stein völ­lig ein­zu­schlie­ßen, und die­ser dabei den Befehl gab, die Stadt Diez zu beset­zen. Oberst Neuneck, der hier­zu am 2. Febru­ar 1637 Auf­trag erhal­ten hat­te, ent­sand­te vom Regi­ment Wolf 50 Dra­go­ner zu Pferd und 25 zu Fuß und 100 Mann Fuß­volk vom Regi­ment Edel­stett unter dem Befehl des Oberst­leut­nants Ber­lin, um die Stadt zu beset­zen und nöti­gen­falls zu erstür­men. – Hier­zu kam es aller­dings nicht, da man der Trup­pe gut­wil­lig die Stadt­to­re öff­ne­te. – Obgleich Ber­lin von Neuneck Wei­sung erhal­ten, die Ein­woh­ner zu scho­nen, ließ er sofort alle Häu­ser, ein­schließ­lich des Schlos­ses, nach Getrei­de durch­su­chen. Die­ses Vor­ge­hen erbrach­te jedoch kaum 500 Mal­ter Frucht, wes­halb Ber­lin Befehl zur Aus­plün­de­rung der vor der Stadt gele­ge­nen Müh­len gab und, um die Schloß­her­rin zu ärgern, die zum Schloß füh­ren­de Was­ser­lei­tung unter­bre­chen ließ.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163702.02.1637Abfan­gen des Ver­sor­gungs­kon­voys nach Ehren­breit­stein durch Oberst Johann Wolf. Haus Brentz = Hof Rembs? Oberst Johann Wolf an Land­graf Georg, Vil­mar, 2. Febru­ar 1637, HStAW Best. 171 K 1832b, S. (40)BriefDie Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163764Chris­ti­an Kodritzki
163710.03.1637Die­se Ein­quar­tie­rung konn­te er zwar gera­de noch abwen­den, die des Regi­men­tes Wolf am 10. März nicht mehr. Die dann gleich­zei­ti­ge Ver­sor­gung der kai­ser­li­chen Besat­zung auf der Dil­len­burg und des Regi­men­tes Wolf war nicht mehr mög­lich. HStAW K 171 1832b, S. 96 (136)Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163763Chris­ti­an Kodritzki
163710.03.1637Die­se Befürch­tun­gen waren nicht grund­los, denn schon bald nach sei­nem Abzug, kam am 10. März der baye­ri­sche Oberst Johann Wolf mit sei­nem Regi­ment in die Graf­schaft Dil­len­burg. Die­ser gehör­te zum Bela­ge­rungs­korps des Johann von Werth, wel­ches die Fes­tung Ehren­breit­stein blockierte.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163762Chris­ti­an Kodritzki
163710.03.1637als der Baieri­sche Gene­ral­leut­nant Johann von Werth den 10. März den Obers­ten Wolf in die Graf­schaft Dil­len­burg und den Obers­ten Neuneck in die Graf­schaft Diez verlegteDie Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1854303G. F. Keller
163710.03.1637Der Oberst Wolf ließ sich mit sei­nen Sol­da­ten in Her­born so gut bewir­tet, daß dasi­ge Bür­ger im Begriff waren, Haus und Hof zu ver­las­sen und davon zu lau­fen, wenn der­sel­be nicht end­lich auf Befehl des Feld­mar­schalls Götz nach einem zehn Wochen dau­ern­den Auf­ent­halt das Land hät­te räu­men lassen.Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1855303G. F. Keller
163710.03.1637Auch der Graf von Nas­sau-Dil­len­burg wünsch­te, wegen sei­ner „Gäs­te“ in Dil­len­burg nach Hau­se zu gehen. Fuß­no­te 345: Der Graf von Nas­sau-Dil­len­burg hat­te sich auch schon bei Georg II. wegen der drü­cken­den Ein­quar­tie­rung durch Trup­pen ab 10. März des Obris­ten Johann Wolf auf sei­nen Gütern beschwert.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 1637157Chris­ti­an Kodritzki
163717.03.1637Er soll­te wei­ter­hin die Regi­men­ter Beck, Wahl, Edlin­stet­ten zu Fuß sowie die Regi­men­ter Neuneck, Loth­rin­gen, Gay­ling und Horst zu Pferd und die Dra­go­ner vom Regi­ment Wolf neh­men und Rich­tung Die­mel vorgehen.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 1637143Chris­ti­an Kodritzki
163725.03.1637Land­graf Georg muss­te selbst für sei­ne weni­gen Sol­da­ten Quar­tie­re und Pro­vi­ant suchen, denn am 25.März war der Oberst­leut­nant Phil­ipp Heil­mann vom Dra­go­ner­re­gi­ment Johann Wolf mit Gewalt in Las­phe ein­ge­drun­gen und hat­te klei­ne Hes­sen-Sarm­städ­ter Besat­zung dar­aus ver­trie­ben und den gan­zen Ort ver­wüs­tet. StDa E8A 107⁄3Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163786Chris­ti­an Kodritzki
163708.04.1637Johann Wolf war am 08.04.1637 in HerbornRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163726.04.1637Ein drin­gen­der Anlass war in sei­nen Augen die Logie­rung des Wolf‘schen Dra­go­ner Regi­men­tes in sei­ner Graf­schaft. Das kom­plet­te Regi­ment Wolf lag zwar nur 14 Tage dort (Dil­len­burg), danach blie­ben aber immer noch vier Kom­pa­gni­en und der Stab.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 1637170Chris­ti­an Kodritzki
163726.04.1637Aber Lud­wig Hein­rich hat­te schon meh­re­re Brie­fe an den Kai­ser geschrie­ben und um Delo­gie­rung der Dra­go­ner des Obers­ten Wolf gebe­ten. Er poch­te auf sei­nen zwei­jäh­ri­gen Kriegs­dienst und die Zusa­ge des Kai­sers, ihn von Ein­quar­tie­run­gen zu ver­scho­nen. Dazu erwirk­te er noch einen Befehl des Feld­mar­schalls Götz an Johann von Werth, das Dra­go­ner­re­gi­ment des Obers­ten Wolf aus der Graf­schaft Dil­len­burg abzu­zie­hen. (375 Copie des Befehls des Gra­fen Götz an Jan von Werth, ohne Ort und Datum, HStAW K 171 1832a, S.46 (89)) Bis­her jedoch alles ohne Erfolg.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 1637171Chris­ti­an Kodritzki
163726.04.1637Wolf‘s Dra­go­ner­re­gi­ment ist in Witt­gen­stein, Ber­le­burg und (Bad) LaaspheRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163713.05.1637Die­se kamen jedoch nicht weit und wur­den genau wie der Oberst Wolf, der mit sei­nem und noch drei Regi­men­ter am 13. Mai auf­brach und nur bis in die Graf­schaft Witt­gen­stein und Weil­burg kam, bald wie­der zurück­ge­ru­fen. Aus der Äuße­rung des Gene­ral­kriegs­kom­mis­sars Rein­hard von Walm­ero­de kann man sehen, dass Oberst Wolf wahr­schein­lich sogar nach Sach­sen zie­hen soll­te , wozu die­ser „kei­ne Lust zu der Armee in Sach­sen zu gehen“ hat­te. Brief­ex­trakt des Gene­ral­kriegs­kom­mis­sars Rein­hard von Walm­ero­de vom 25. Mai 1637 HStAW Best. K 171 1832c, S. 3.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 163789Chris­ti­an Kodritzki
163701.06.1637Wolf ist vor die­sem Datum und danach in WeilburgRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163730.06.1637Wolf erstürmt mit sei­nem Regi­ment und dem Hes­sen-Darm­städ­ter Oberst­leut­nant S. Fischer (Bad) WildungenRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163703.07.1637Der Vize­kanz­ler und die Räte in Mar­burg schrie­ben dem baye­ri­schen Oberst Johann Wolf, er möge doch einen Teil sei­ner Trup­pen nach Als­feld legen. Durch den Anmarsch Bern­hards von Sach­sen-Wei­mar zu dem und über den Rhein bekam der Oberst Wolf jedoch einen ande­ren Bestim­mungs­ort und muß­te ablehnen.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 1637195Chris­ti­an Kodritzki
163710.07.1637Wolf ist in FrankenbergRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163711.07.1637Wolf ist in WetterRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163715.07.1637Der baye­ri­sche Oberst Johann Wolf, der zu den Bela­ge­rungs­trup­pen von Ehren­breit­stein gehör­te und des­sen Kom­pa­nie die Graf­schaft Nas­sau-Dil­len­burg so schwer belas­tet hat­ten, zog dar­auf­hin am 15. Juli von dort ab. Aller­dings lie­ßen sei­ne Dra­go­ner noch schnell an die 20 Pfer­de der Bau­ern mit­ge­hen. Auf die Beschwer­de dar­über erbot sich der Oberst Wolf aus sei­nem Marsch­qua­tier Wil­lers­heim, die Pfer­de wie­der zu erstat­ten, die Bau­ern soll­ten kom­men und ihre Pfer­de aus dem Bestand der Dra­go­ner her­aus­su­chen. Es kam jedoch kein ein­zi­ger Bauer.Die Jagd auf Feld­mar­schall Johann Banèr 1637193Chris­ti­an Kodritzki
163721.07.1637Wolf ist in Hom­berg Ohm auf dem Marsch zu von WerthRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163723.07.1637Wolf ist in Rüding­hau­sen auf dem Marsch zu von WerthRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163723.07.1637Wolf ist in Wil­lers­heim auf dem Marsch zu von WerthRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163725.07.1637Oberst­leut­nant Phil­ipp Heil­mann vom Regi­ment Wolf in (Bad) LaaspheRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
163728.08.1637Der Marsch Sper­reu­ters mit 3 Regi­men­ter Kaval­le­rie über Aschaf­fen­burg, Ost­heim, Die­burg, Umstadt nach Michel­stadt, Iso­la­no folgend.Sei­ten­wech­sel67Chris­ti­an Kodritzki
1637Som­mer 1637Wolf bie­tet der Stadt Aschaf­fen­burg zwei Com­pa­gni­en sei­ner Dra­go­ner zum Schutz vor den Schwe­den an, was die Stadt jedoch ablehn­te. Sie woll­te die Defen­si­on der Stadt den Bür­gern überlassen.Das Schloß Mil­ten­berg am Main, eine ehe­ma­li­ge Berg- und Grenzfestung47Phil­ipp J. Madler
163706.09.1637Der Kran­ken­stand hat­te im baye­ri­schen Lager eine sol­che Höhe erreicht „so ich“, wie Johann von Werth sagt, „die Tage mei­nes Lebens nie­mals gese­hen“. Alle Offi­zie­re waren krank bis auf die Obers­ten Gold, Neuneck und Wolf; jede Com­pa­gnie hat­te 10 bis 30 Kranke.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band848Johann Heil­mann
163707.09.1637Am 7. Sep­tem­ber ließ er Maxi­mi­li­an berich­ten, bei der Infan­te­rie sei nur noch der Obrist Gold, bei der Rei­te­rei nur Neuneck und Wolf noch gesund, ….Jan von Werth84Hel­mut Lahrkamp
1638Ver­lust­lis­te Schlacht von Rhein­fel­den: Dra­go­ner­oberst Johann Wolf ver­wun­det und gefangenSei­ten­wech­sel186ffChris­ti­an Kodritzki
1638Der Oberst­leut­nant Phil­ipp Heil­mann vom Regi­ment Wolf war zusam­men mit Claus Diet­rich Frei­herr von Sper­reuth Gefan­ge­ner nach der Schlacht von Rhein­fel­den auf HohentwielRecher­che Chris­ti­an Kodritz­ki im Staats­ar­chiv DarmstadtChris­ti­an Kodritzki
1638In dem er nun von dem Croa­ti­schen Cor­net so viel Bericht erlangt / daß die zu Kir­chen gele­ge­ne Tragoner/als 5. Comp. vom Obrist Wolf­fen / unnd 80. Mann von Herrn Johann von Werths Regi­ment / so auch abge­löst wor­den / im Mar­sche auf Göp­pin­gen all­berext begrif­fen waren / hat er Ange­sichts Par­the­yen außge­schickt / auch end­lich selbs­ten dar­auff gegan­gen / da dann ange­reg­te Wolf­fi­sche Tra­go­ner stracks ren­con­triert / dero Obr.Leutnant / etli­che Capi­tain / Befehls­ha­ber un Sol­da­te (aus­ser dem Obr. Wacht­meis­ter / so mit eine Schuß ent­gan­gen) neben 4 Stan­dar­ten / 2 Gut­schen un der Paga­gy gefan­gen bekom­men / unnd etli­che auff dem Plaz nider­ge­legt worden.Thea­tri Euro­pa­ei Con­ti­nua­tio III. Das ist: His­to­ri­scher Chro­ni­cken Drit­ter Theil858Hein­rich Oraeus
1638Zur Bezah­lung der im Win­ter­quar­tier gehab­ten baieri­schen Dra­go­ner vom Regi­ment Wolf mßte man schon das Geld in klei­nen Pos­ten bor­gen, weil auch die Ver­mög­lichs­ten kei­ne grö­ße­re mehr hat­ten, nament­lich 36 fl. Von dem älte­ren Bür­ge­reis­ter Joh. Fritz.Beschrei­bung und Geschich­te eini­ger Städ­te des Wir­tem­ber­gi­schen Ober­lan­des und Schwarzwaldes266Fried­rich Augs­ut Köhler
163802.1638Das „Jour­nal der Armee des Her­zogs Bern­hard von Wei­mar“ berich­tet über die Kämp­fe bei dem Dorf Kar­sau im Febru­ar 1638: (…) nichts des­to weni­ger so hiel­ten Sie sich doch sehr dap­fer und uner­schro­cken gegen der gro­sen Men­ge, brach­ten deß Fein­des lin­ken Flü­gel in sei­nem Anse­zen in Con­fu­si­on und ver­fol­ge­ten sol­chen weit, erober­ten auch 10 Stan­dar­ten Obris­ten Wolf­fen und ande­re. Dar­ge­gen aber wart Ihrer F. G. lin­ker Flü­gel auch repous­si­ret und dem Fein­de sechs Reg. Stück­lein (davon zu Beü­cke zwey blie­ben) und der Plaz zu der Statt Reinfel­den zu kom­men, cedi­ret. Brach­ten also die Kay­serl. bemel­te Statt in Rücken und spie­le­ten mit den gewon­nen Stück­lein uf ihren vori­gen Herren.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163808.02.1638„Ein Schrei­ben des Gra­fen Fürs­ten­berg, der den Rhein­über­gang des Her­zogs mel­de­te, erreich­te Werth in Augs­burg, wo er einen nam­haf­ten Chir­ur­gen kon­sul­tie­ren woll­te; er reis­te sofort ab. Am 8. Febru­ar (1638) traf er in Tübin­gen ein und hielt dem kai­ser­li­chen Gene­ral­wacht­meis­ter von Encke­vort Kriegs­rat. Die ver­füg­ba­ren Regi­men­ter wur­den alar­miert. Mehr oder min­der ein­satz­be­reit waren von der ‚Reichs­ar­ma­da‘, also den Bay­ern, die Fuß­re­gi­men­ter Gold, Pap­pen­heim und Wahl, zusam­men 2000 Mann, die Dra­go­ner des Obris­ten Wolff und die Rei­ter­re­gi­men­ter Neu-Werth, Neuneck, Fal­lois, Horst, Loth­rin­gen und Gay­ling, die aber nur 200–250 pro Regi­ment zähl­ten. Dann die Kai­ser­li­chen: das Fuß­re­gi­ment Hen­der­son von fünf Kom­pa­nien, die Rei­ter­re­gi­men­ter Lam­boy, Met­ter­nich und Sper­reu­ter, zusam­men etwa 800 Mann, und die Kroa­ten (Iso­la­ni, Bey­gott, Draghi), deren Kopf­stär­ke auf 300–800 Berit­te­ne geschätzt wurde.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163812.02.1638Es über­nach­tet hier (Vil­lin­gen) Oberst Wolf und eini­ge ande­re mili­tä­ri­sche KommandantenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen705Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163822.02.1638In vier­tä­gi­gem Marsch zog das klei­ne Heer durch den Schwarz­wald, auf den nächs­ten, aber beschwer­lichs­ten Wegen, es wur­den nur klei­ne Marsch­pau­sen ein­ge­legt, der Obrist Wolf führ­te die Vorhut.Jan von Werth95Hel­mut Lahrkamp
163823.02.1638Aus dem Tage­buch Bene­dik­ti­ners Micha­el Gais­ser (1595 – 1655) in St.Georgen in Vil­lin­gen: „23.02.1638: Um 8 Uhr wur­de ein fei­er­li­ches Amt in der Haupt­kir­che gesun­gen mit ange­schlos­se­nem Lob­ge­sang des hl. Augus­ti­nus und des hl. Ambro­si­us. Man nahm (schon) an, das Heer wer­de gera­de­wegs gegen den Feind rücken, damit auch nicht ein ein­zi­ger Tag ver­säumt wür­de, um den Bela­ger­ten (in Rhein­fel­den) Hil­fe zuzu­füh­ren oder den Feind zu ver­trei­ben. Da wird gemel­det, die Wei­ma­rer hät­ten nach Auf­ga­be der Bela­ge­rung von Rhein­fel­den mit den meis­ten Trup­pen den Rhein über­schrit­ten und mar­schier­ten dem Schwarz­wal­de zu, aus dem sie, wenn er ein­mal besetzt sei, nicht leicht ver­jagt wer­den wür­den. Dazu kam noch die wei­te­re Kun­de vom Kom­man­dan­ten des Hoh­ent­wiel, der sich schon offen als Feind des Kai­sers erklärt hat­te und von den benach­bar­ten Plät­zen ver­lang­te, sich unter den Schutz des Fran­zo­sen­kö­nigs und sei­nes Gene­rals zu bege­ben, im Wei­ge­rungs­fal­le droh­te er mit Feu­er und Schwert. Man beriet nun im Kriegs­ra­te, was zu tun sei, und es wur­den nach allen Sei­ten Eil­bo­ten aus­ge­schickt, um stär­ke­re Kräf­te zusam­men­zu­zie­hen, und gegen die Däm­me­rung wur­de das Wolf’sche sog. Dra­go­ner-Regi­ment nach Löf­fin­gen beor­dert, um den Schwarz­wäl­dern als Schutz zu die­nen, wo schon vor­her ein Teil der Sabel­li­schen sich ver­sam­melt hatte.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen711Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163824.02.1638„Am 24. Febru­ar bra­chen acht schwa­che Rei­ter­re­gi­men­ter und drei zu Fuß, zu denen noch der kai­ser­li­che Obrist Hen­der­son mit etwa 250 Mann stieß, von Vil­lin­gen auf, ohne jede Artil­le­rie, nur mit soviel Pul­ver, wie die Fuß­sol­da­ten in ihren Ban­do­lie­ren tru­gen. In vier­tä­ti­gem Marsch zog das klei­ne Heer durch den Schwarz­wald, auf dem nächs­ten, aber beschwer­lichs­ten Wegen; es wur­den nur kur­ze Marsch­pau­sen ein­ge­legt, der Obrist Wolff führ­te die Vor­hut. Am 28. Febru­ar etwa um 10 Uhr vor­mit­tags stie­ßen die Spit­zen auf den Feind, der sie hin­ter dem Dor­fe Kar­sau in Schlacht­ord­nung erwartete.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163826.02.1638Lt. Dem Bericht eines U.v.H. wur­den auch auf Schwei­zer Gebiet unter ande­rem gefan­gen genom­men, z.B. Enke­vo­ert, Lam­boy, Graf Fürs­ten­berg, Wolf, usw. (Schlacht bei Rheinfelden)Sei­ten­wech­sel77Chris­ti­an Kodritzki
163828.02.1638Der Dra­go­ner­oberst Wolf, einer der tap­fers­ten und unter­neh­mends­ten Sol­da­ten des baye­ri­schen Hee­res, fiel in feind­li­che Gefan­gen­schaft; ein schwe­rer Verlust.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band589Johann Heil­mann
163803.03.1638(Gefan­gen­nah­me Werths) Glei­ches Schick­sal hat­ten die meis­ten Obris­ten, so Neuneck, Hen­der­son, Wolff und Gold, die bei­den letz­te­ren „übel beschädigt“, ….Jan von Werth97Hel­mut Lahrkamp
163803.03.1638Zwei­tes Tref­fen bei Rhein­fel­den: Oberst Wolf galop­pir­te mit sei­nem Dra­go­ner­re­gi­ment nach Rhein­fel­den; allein er wur­de noch auf der Brü­cke von den nach­spren­gen­den Fein­den erreicht; die letz­ten Schwa­dron nie­der­ge­hau­en und die vor­de­ren sammt dem Obers­ten gefangenMaxi­mi­li­an I. der katho­li­sche, Kur­fürst von Bay­ern und der drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg 1868729Dr. Fr. Ant. Wil­helm Schreiber
163806.03.1638Unter dem 6.3.1638 hält Gais­ser die wei­te­ren Erkennt­nis­se der Schlacht bei Rhein­fel­den fest: Einer Mit­tei­lung zufol­ge sei „der schwer ver­wun­de­te Oberst Wolf von eini­gen gefan­gen in Bück­hen her­um­ge­führt“ wor­den“ „auf der Suche nach einem Chirurgen“.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen720Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163809.03.1638Die Ran­zi­ons­ge­schäf­te sind viel­fäl­tig und ver­wir­rend. Gene­ral­ma­jor von Rosen woll­te für OL Phil­lip Heil­mann 400 Rth­lr., (…) woll­te 200 Rth­lr. für Haupt­mann Nuss­bau­mer. (Anm. bei­de sind Sol­da­ten im Regi­ment Johann Wolf, wur­den bei Rhein­fel­den gefan­gen genommen)Sei­ten­wech­sel80Chris­ti­an Kodritzki
163812.03.1638…wur­den am 12.03.1638 Jan von Werth, Adri­an von Encke­vort und die Obris­ten Neuneck und Wolff zu bes­se­rer Ver­wah­rung in die Fes­tung Ben­feld im Elsaß geschickt.Jan von Werth98Hel­mut Lahrkamp
163804.09.1638Uner­war­tet erschei­nen drei Rei­ter­schwa­dro­nen vom Regi­ment Truck­mül­ler, es fol­gen zwei vom Regi­ment Wolf und per­sön­lich der (Oberst) Wacht­meis­ter Franz von Ossa, der durch sei­nen Schrei­ber die Bereit­stel­lung der mili­tä­ri­schen Kon­tri­bu­ti­on ver­langt. Alle Sol­da­ten über­nach­te­ten im Frei­en auf dem Gelän­de vor der Stadt.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen763Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163805.09.1638Die Sol­da­ten kam­pie­ren (desi­dent) noch bis 10 Uhr auf dem vor­städ­ti­schen Gelän­de, sodaß aus Angst vor den­sel­ben nie­mand in St. Geor­gen und nie­mand in Ten­nen­bronn Got­tes­dienst abhal­ten konn­ten. Sie tra­ten dann den Marsch auf Gei­sin­gen zu an, nach­dem auch Simon Tan­ner sei­ne Kräf­te zu ihnen hat­te sto­ßen las­sen. Obers­ter Kom­man­dant war Truck­mül­ler, der 2 Kom­mis­sa­re hier­her gebracht hat­te zum Ankauf von Getrei­de für die Ver­pro­vi­an­tie­rung von Breisach.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen763Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163822.09 / 02.10.1638Wolf an den Ver­hand­lun­gen des Aus­tauschs Jan von Werth gegen Schaf­fa­litz­ki betei­ligt: Er (Kur­fürst Maxi­mi­li­an I.) bemüh­te sich daher sehr, Johann von Werth gegen Tau­pa­del und Schaf­fa­litz­ki aus­zu­tau­schen. Die­ses war Maxi­mi­li­an so wich­tig, dass er den Obers­ten Wolf und den Kriegs­prä­si­den­ten Fried­rich von Schlitz nach Hei­del­berg, wo Schaf­fa­litz­ki gefan­gen saß, schick­te, damit die­se direkt mit ihm ver­han­deln konnten.Sei­ten­wech­sel88Chris­ti­an Kodritzki
163823.09.1638Es kommt der Amt­mann des Alpirs­ba­cher Klos­ters mit der Nach­richt von dem Ver­such einer Ver­hand­lung mit dem (Oberst-) Wacht­meis­ter des Regi­ments Wolf. ‘Hat in nam­men des Clos­ters Alpers­bach gebotten, wochent­lich 600 Pfund Brott und 30 fl., Schram­berg aber 900 Pfund Brott etc.’ Er woll­te nicht dar­auf ein­ge­hen. So hält er es für nötig, die Sache mit dem kom­man­die­ren­den Gene­ral oder den Kom­mis­sa­ren vorzulegen.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen769Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163827.09.1638Wie­der zie­hen Sol­da­ten vor­bei. Anwe­send der Obrist­leut­nant des Regi­ments Wolf Sig­mund ZollerTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen770Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163807.10.1638An die­sem Tage zieht Oberst Wolf unter Zurück­las­sung einer Besat­zung im Horn­ber­ger Schloß mit den übri­gen Sol­da­ten nach Wol­fach hinüber.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen771Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
163812.10.1638Göt­ze beschoß das Wei­ma­ri­sche Lager gan­ßer 12. Stun­den lang auf das hef­tigs­te; und der Fürs­ten­ber­ger, inglei­chen Forst und der Obris­te Wolf ver­su­chen noch zu ver­schie­de­nen­ma­len, Lebens-Mit­tel hin­ein zu brin­gen. Aber alles war ver­geb­lich. Sie wur­den jedes­mal von dem wach­sa­men Fein­de zurück geschmis­sen, und ihnen der Pro­vi­ant meh­rent­heils abgenommenLudo­vici Petri Gio­van­ni, oder viel­mehr Johann Peters von Lude­wig, Wey­land König­lich-Preu­ßi­schen Canz­lars, und Geheim­bden Raths, etc. etc.2090Johann Peter von Ludewig
163813.11.1638Horst, Truck­mül­ler, Capon, Rub­land, Wolf und ande­re Obers­ten erschie­nen, nach­dem sie auf ihrem neu­er­li­chen Zuge das Schloß Guten­berg ver­geb­lich ange­grif­fen, das Wie­sen­thal ver­heert und sich einer Beu­te von etwa 300 Stück Vieh und 100 Pfer­den bemäch­tigt hat­ten, infol­ge Rück­be­ru­fung bei der Eschin­ger Mus­te­rung, von wo sie, in die unte­re Mark­graf­schaft beor­dert, den Weg hier vor­bei nah­men. Oberst Wolf for­der­te nun durch einen Quar­tier­meis­ter den Rest der (von mir) geschul­de­ten 50 fl. bei mir an, auf mei­ne Bit­te aber um Auf­schub für eini­ge Zeit ging er ein.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen775Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
1639Wolf wird mit sei­nem Regi­ment nach Spey­er geschickt und besetzt es.Zwi­schen Freund und Feind42, 43Chris­ti­an Kodritzki
1639Gefan­ge­nen­lis­te der Kämp­fe im Rhein­gau: Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf: 3 Leut­nan­te, 2 Fähn­ri­che, 3 Ser­gean­ten und 200 KnechteZwi­schen Freund und Feind134Chris­ti­an Kodritzki
1639Die sich in Spey­er befind­li­chen Bay­ern unter dem Obers­ten Wolf konn­ten sie aber abwehren.Zwi­schen Freund und Feind116Chris­ti­an Kodritzki
1639Zu die­ser Zeit Regi­ment Wolf das ein­zi­ge Dra­go­ner­re­gi­ment in der Bay­ri­schen Armee:
Howe­ver, in 1639 the­re was just ine regi­ment (of dra­goons), Wolf’s, which mus­te­red 423 men. The fol­lowing year in addi­ti­on to Wolf’s Regi­ment the­re was also Ossena’s Regi­ment mus­te­ring a total of 1024 men. The Bava­ri­an Army would con­ti­nue to have just two regi­ments of dra­goons until 1648, when one appears to have been disbanded.
The Bava­ri­an Army during the thir­ty years war 1618–164849Lau­rence Spring
1639Bei dem Pfar­rer Johann Dani­el Minck (1611 – 1664) aus Groß-Bie­berau heißt es 1639: „Und dies Jahr kam der Obrist Wolff mit sei­nem Regi­ment Dra­go­ner, logir­te eine Nacht zu Bie­berau, beim Abzug aber schießt ein Reu­ter in mei­nen Stock-Hafer in des Olen­han­sen Scheu­er, dass Hafer und Scheu­er, dazu die Caplanei-Scheu­er, Peter Sey­berts Scheu­er samt des Schwei­zers Haus und Scheu­er in die Asche gelegt worden“Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163916.02.1639Am 16. Febru­ar 1639 wird Mer­cy geschrie­ben, ob die Obers­ten Neuneck, Truck­mül­ler und Wolf für das Pferd 60 fl. d. h. zur Remon­tie­rung neh­men wollen.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2884Adolf Erhard
163903.1639Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 423 Mann zu PferdDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46223Cor­du­la Kapser
163906. & 07.1639Im Febru­ar hat­te Sulz Ein­quar­tie­rung vom Edel­stett­schen Regi­ment, die noch im Mai ihm auf dem Hal­se lag, und im Juni­us und Juli­us vom Dra­go­ner Regi­ment Wolf.Beschrei­bung und Geschich­te eini­ger Städ­te des Wir­tem­ber­gi­schen Ober­lan­des und Schwarzwaldes267Fried­rich Augs­ut Köhler
163907.1639Für den Juli 1639 notiert der Über­lin­ger Advo­kat Dr. Johann Hein­rich von Pflum­mern (1595 – 1655): „Zumaln auch die chur­bay­ri­sche armee underm gene­raln Mer­cy auß Wür­tem­berg auf­ge­bro­chen vnd biß nach Hifin­gen gan­gen, von dan­nen aber sich bald wider zuruckh gewendt vnd zu Engen vnd der Orten im Hegöw logirt. Davon vnderschid­ne par­the­yen zu roß vnd fůß die­se gant­ze landt­schaft biß nach March­dorff durchs­traifft, alle roß, so sie bekom­men kön­nen (vnd darvn­der auch mei­nen bau­ren zu Neß­el­wang sei­ne drey roß) item vich, die früch­ten vnd anders geraubt, die leütt biß auf daß hem­met vnd einen pfar­herrn gar auf die haut aus­ge­zo­gen, dem pfar­herrn zu Leüt­kirch bei Sal­manß weil die schůch ab den füeßen genom­men, etli­che noch dar­zu vebel geschla­gen vnd geplagt, daß sie ihnen die roß vnd anders zai­gen müeßen. Denen von Sel­fin­gen haben sie auch alle ihre roß auß dem dorf weg: vnd dem obrist Wolf­fen zuge­führt, der sie gleich­woln gegen paa­rer erle­gung 50 reichstha­ler (wel­che die von Ebin­gen den Sel­fin­ger für­geli­hen) wider­umb loß geben“.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
163910.07.1639(…) dann es soll beraits zu Liech­tenaw der Obers­te Wolff mit sei­nem Regi­ment Tra­go­nern ankom­men seyn/ und der Obers­te Truck­mül­ler mit etli­chen Regi­men­tern folgenOrdent­li­che wochent­li­che Post-Zei­tun­gen. [1639/42]128
163915.07.1639Kund­schaf­ter der Wei­ma­rer hat­ten berich­tet, dass die baye­ri­schen Regi­men­ter Druck­mül­ler und Wolf mit 2500 Mann in das papis­ti­sche Ober­land gegan­gen sei­en, um dort die Ein­brin­gung der Ern­te zu schüt­zen. Sie waren am 15. Juli in St. Bla­si­en und zogen aller­dings zur Hünin­ger Schan­ze, wo sie aber abge­wie­sen wurdenZwi­schen Freund und Feind21Chris­ti­an Kodritzki
163908.1639Um die Schrit­te der Wei­ma­rer zu beob­ach­ten, streif­te der aus der Gefan­gen­schaft befrei­te Oberst Wolf mit sei­nen Dra­go­nern rhein­ab­wärts. Er hat­te den Auf­trag, falls der Feind eine Brü­cke über den Rhein schla­gen wol­le, sol­che solan­ge zu ver­hin­dern, bis Mer­cy mit der Armee ange­kom­men wäre. Nach­dem die Fein­de nach der wider­stands­lo­sen Ein­nah­me von Weis­sen­burg und Land­au die Bela­ge­rung von Ger­mers­heim eröff­ne­te, muß­te Wolf Spey­er mit der Wei­ßung beset­zen, die­se Stadt bis auf das äußers­te zu verteidigenKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2611Adolf Erhard
163917.08.1639Dar­auf­hin war der baye­ri­sche Oberst Wolf mit etli­chen 100 Dra­go­ner aus der Stadt(Speyer) aus­ge­fal­len und hat­te sich ein star­kes Schar­müt­zel mit den Wei­ma­rer geliefertZwi­schen Freund und Feind22Chris­ti­an Kodritzki
163923.08.1639Brief Bern­hard Schaf­fa­litz­ki an Kur­fürst Maxi­mi­li­an von Bay­ern, da die­ser den ehe­ma­li­gen Statt­hal­ter von Hei­del­berg, Herr von Met­ter­nich und den Obers­ten Wolf zu münd­li­chen Ver­hand­lun­gen zu ihm geschickt hat.Von Krieg zu Krieg138Chris­ti­an Kodritzki
163909.1639Oberst Wolf erober­te unter­des­sen gemein­schaft­lich mit dem Com­man­dan­ten von Phil­lipps­burg, Oberst Bam­ber­ger, Land­au und Ger­mers­heim. Wolf muß­te sich dar­auf bei Aschaf­fen­burg auf­stel­len, „um des Paß über Main und Necker gegen Königs­mark zu verwahrenKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2612Adolf Erhard
163925.09.1639Der baye­ri­sche Oberst Johann Wolf, der lan­ge in Aschaf­fen­burg sta­tio­niert war, war als Ver­stär­kung zum Obers­ten Bam­ber­ger nach Phil­ipps­burg gezo­gen. Der Kel­ler von Zwin­gen­berg mel­de­te am 25. 09., dass Oberst Wolf mit 300 Dra­go­ner in 6 Kom­pa­nien an sei­nem Ort vor­bei gezo­gen war.Zwi­schen Freund und Feind63 (Fn 104)Chris­ti­an Kodritzki
163910.1639Weils sie aber so wenig Sol­da­ten hat­ten, for­dert der Haupt­mann Strupp Oberst Wolf auf, Sauer­berg mit sei­nem Volk zu beset­zen, weil er bes­ser mit Sol­da­ten, Pro­vi­ant und Muni­ti­on ver­se­hen sei .Zwi­schen Freund und Feind147Chris­ti­an Kodritzki
163910.1639Fuß­no­te 246: Der Oberst Wolf befand sich zu die­sem Zeit­punkt in Ass­manns­hau­sen, sei­ne Dra­go­ner waren in Lorch und LorchhausenZwi­schen Freund und Feind147Chris­ti­an Kodritzki
163902.10.1639Damit er nicht abge­wie­sen wür­de, war Oberst Wolf nach dem kur­main­zi­schen Aschaf­fen­burg mar­schiert, um dort den Pass und Main­brü­cke zu bewachen.Zwi­schen Freund und Feind60Chris­ti­an Kodritzki
163902.10.1639Am 02. Okto­ber war Wolf mit sei­nem Regi­ment abends um 10.00 Uhr in Aschaf­fen­burg ange­kom­men und woll­te sich dort ein­lo­gie­ren. Die Stadt Aschaf­fen­burg wei­ger­te sich jedoch, das Regi­ment ohne Expres­se Ord­re vom Main­zer Kur­fürs­ten in die Stadt einzulassen.Zwi­schen Freund und Feind60Chris­ti­an Kodritzki
163902.10.1639So muss­te Wolf mit sei­nem Regi­ment nach einem 2 Stun­den ent­fern­ten Fle­cken weiterziehen.Zwi­schen Freund und Feind60Chris­ti­an Kodritzki
163911.1639Stand der baye­ri­schen Trup­pen bei der Reichs­ar­ma­da im Novem­ber 1639, laut eines baye­ri­schen Offi­zie­res: Regi­ment Johann Wolf Kür­as­sie­re, eigent­lich Dra­go­ner: 8 KompanienZwi­schen Freund und Feind107Chris­ti­an Kodritzki
163911.1639Die Bay­ern schick­ten zumin­des­tens den Obers­ten Wolf mit einem Trup­pen­corps nach Stollhofen…..Zwi­schen Freund und Feind110Chris­ti­an Kodritzki
163911./12.1639… und nur Rei­ter­schaa­ren unter Rei­neck und Wolf zur Behaup­tung der Rhein­ufer von Lahn­stein bis Wal­luf, von denen das Haupt­quar­tier in Wies­ba­den war, ….Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1856375G. F. Keller
163921.11.1639Die­ser Befehl war auch noch vom baye­ri­schen Oberst Wolf an den Leut­nant Johann Rücker auf Guten­fels ergangenZwi­schen Freund und Feind142Chris­ti­an Kodritzki
163924.11.1639Die Beset­zung des Rhein­gau­es ver­an­laß­ten Gele­en und Mer­cy von Spey­er auf­zu­bre­chen und die Fein­de aus dem Land­strich zu ver­trei­ben. Am 24. Novem­ber ging die Armee bei Höchst über den Main und rück­te in den Rhein­gau, aus dem der Fein­de mit Ver­lust von vie­len Tod­ten und 1400 – 1500 Gefan­ge­nen gewor­fen wur­de. Die baye­ri­schen Abtei­lun­gen, wel­che die­se Expe­di­ti­on mit­mach­ten, waren: die Rei­ter­re­gi­men­ter Wert, Gay­ling, Mer­cy, Kolb, Löwen­stein, Neuneck, Wolf und die Fuß­re­gi­men­ter Mer­cy, Hunol­stein, Wahl, Rei­nach, Haß­lang, de Puich, Gün­ther, Holz, Gold und die ein­schich­ti­ge Com­pa­gnie des Oberst­lieu­ten­ants OssenaKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band613Johann Heil­mann
163925.11.1639Erfolg­rei­che Kämp­fe im Rhein­gau gegen die Wei­ma­rer und Fran­zo­ßen. Erobe­rung von Wal­luf, Rüdes­heim und Schloss Ehren­fels. Auf­stel­lung der Gefangenen.Zwi­schen Freund und Feind133–134Chris­ti­an Kodritzki
163919.12.1639Auch die zurück­ge­las­se­nen Regi­men­ter Neuneck und Wolf waren zu Früh aus dem Rhein­gau geflohen.Zwi­schen Freund und Feind183 Fußn 303Chris­ti­an Kodritzki
163920.12.1639Für den Oberst Wolf erbat sich Franz von Mer­ci neue Quar­tie­re. Er sei ein ver­dien­ter OffizierZwi­schen Freund und Feind183Chris­ti­an Kodritzki
163925.12.1639Nur der Oberst Wolf blieb mit 450 Mann vom Regi­ment des Oberst Rei­nach in Aschaf­fen­burg. Sein eige­nes Regi­ment wur­de auf­ge­teilt. Je eine Kom­pa­gnie in Stein­heim, Seli­gen­stadt, Obern­burg, Klin­gen­berg, Mil­ten­berg, Lohr.Zwi­schen Freund und Feind184,19Chris­ti­an Kodritzki
163912.1639Dort in Aschaf­fen­burg lies der Oberst Wolf in gro­ßer Eile Was­ser in die Staug­rä­ben brin­gen und unter­nahm gro­ße Verteidungsanstrengungen.Zwi­schen Freund und Feind200Chris­ti­an Kodritzki
163927.12.1639Die baye­ri­schen Rest­trup­pen am Rhein kom­man­dier­te jetzt der Oberst WolfZwi­schen Freund und Feind181 Fußn 300Chris­ti­an Kodritzki
163927.12.1639Vom 27. 12. gibt es einen Bericht, der besagt, das alle Kur­main­zer Orte, wie Stein­heim, Seli­gen­stadt, Die­burg, Baben­hau­sen, Aschaf­fen­burg, Mil­ten­berg und Obern­burg mit Kriegs­volk belegt waren Der Oberst Wolf war mit 300 Mann in OstheimZwi­schen Freund und Feind201 Fn 334Chris­ti­an Kodritzki
163928.12.1639… wor­auf er an dem rech­ten Ufer ange­kom­men, als­bald den Befehl ert­heil­te, gegen den Fle­cken Lorch, wor­in Dra­go­ner von Wolf lagen, vor­zu­rü­cken und den sel­ben anzugreifen.Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1857376G. F. Keller
1640Der von den Bay­ern gleich­falls geschick­te Oberst Wolf hat­te auf sei­ner Marsch­sta­ti­on Mudau von der Rück­sen­dung Meut­ters erfahren.Zwi­schen Freund und Feind60Chris­ti­an Kodritzki
1640In der Chro­nik von Bie­tig­heim (Her­zog­tum Würt­tem­berg) heißt es: „Dar­auf wider­umb ein ande­rer Wolf­fi­scher Tra­go­ner Haupt­mann, Gaber genannt, mit 20 Tra­go­ner all­he­ro in das Quar­tier gewie­sen. Und von der Bur­ger­schafft, etlich wenig Tag bis auf sei­nen Wider­ab­zug dama­lig Ordi­nanz gemäß, mit gro­ßen Uncos­ten und höchst ver­derb­li­chen Scha­den underhalden“Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­siteDr. Bernd Warlich
164001.1640Von Würz­burg bis Nürn­berg erhiel­ten die Abge­sand­ten, denen sich nun auch noch Würz­bur­ger ange­schlos­sen hat­ten, einen Kon­voy des Obers­ten WolfZwi­schen Freund und Feind212Chris­ti­an Kodritzki
164001.01.1640war bereits am 1. Janu­ar 1640 Oberst von Rosen an der rech­ten Rhein­sei­te her, durch den Rhein­gau nach Wies­ba­den auf­ge­bro­chen, um die Bai­er­schen Obers­ten Rei­neck und Wolf aufzuheben.Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1858378G. F. Keller
164005.01.1640Von Tri­berg ein Schrei­ben von Gene­ral­kom­mis­sar Joh. Bar­tho­lo­mä­us Schä­fer wegen der Win­ter­quar­tie­re des Regi­ments Wolf, dem auch mein Klos­ter zuge­teilt istTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen783Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164017.01.1640Wer­de nach Sig­ma­rin­gen bestellt wegen der Wol­fi­schen Win­ter­quar­tie­re, ich ent­schul­di­ge mich aber brieflich.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen783Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164002.03.1640Ankunft von zwei Sol­da­ten vom Regi­ment Wolf in St. Geor­gen. Es erschei­nen Unter­ta­nen wegen der Exak­ti­on und Dro­hun­gen des Tri­ber­ger Kommandanten.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen786Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164004.03.1640Es kommt der Quar­tier­meis­ter der Schwa­dron von Ossens (Osse­ni­a­nae) und ver­langt die Kon­tri­bu­ti­on für die Wolf’schen, dem ich die gest­ri­ge Aus­plün­de­rung und die Grün­de dar­le­ge, wes­halb ich ihm kei­ne Kon­tri­bu­ti­on ent­rich­ten kannTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen786Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164005.03.1640Es blei­ben hier die zwei Sol­da­ten (des Regi­ment Wolfs) und ver­han­deln mit den Neu­städ­ter Vogt über die­sel­be Kon­tri­bu­ti­on, aber sie errei­chen nichts.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen786Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164006.03.1640Um 10 Uhr Abrei­se der Sol­da­ten nach Ein­nah­me des Früh­stücks. Rück­kehr des Sekre­tärs aus St. Geor­gen mit de Berich­te, daß die Unter­ta­nen auf Ver­an­las­sung und Sntif­ten beson­ders von Chris­ti­an Reüt­her ent­ge­gen mei­nen ernst­li­chen Ver­bo­ten den Tri­ber­ger Kon­tri­bu­ti­on ver­spro­chen hät­te, trotz­dem sei­en noch 3 Sol­da­ten vom Regi­ment Wolf zurück­ge­blie­ben, die in den ein­zel­nen Tälern unter­hal­ten würden.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen786Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164008.03.1640Las­se einen Brief an Graf Fried­rich von Fürs­ten­berg, wie schon vor­her an den (Oberst) Wacht­meis­ter vom Rei­ment Wolf Nuß­baum und den Kom­mis­sar Bren­ner abge­hen wegen der Aus­plün­de­rung und der unge­rech­ten Betrei­bung Ley­ens (Leo­ninam).Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen786Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164010.03.1640Brief Hein­rich Diet­rich von Grün­rad an Georg Albrecht I. von : (…) Es hast der Obr. Wolff aus Aschaf­fen­burg eine von dem Herrn Gene­ral Feld­zeug­meis­ter Mer­cy emp­fan­ge­ne ord­re, daß son­der begrü­ßung der Fürstl. Regie­rung zu Darmbstatt, die­se über Mayn lie­gen­de Ämb­ter in con­tri­bu­ti­on, zu beße­ren under­hal­dung sei­ner Dra­go­ner gezo­gen wer­den, also wir Beam­b­ten ers­ten tages ver­glich zu machen, dahin kom­men soll­ten, in die­se Ämb­ter geschickt, wor­auf dar­ge­gen zu pro­testiren ich dahin ver­schickt wor­den, da zwi­schen unß sol­che reden gefal­le, die den Fürs­ten con­cer­ni­ren (wört­lich über­setzt: im Sie­be schüt­teln), und mir in bußem zu hal­ten, oder es nicht der gebühr zu beant­wor­ten, noch an gehö­ri­ge orth zu berich­ten nicht gebüh­ren wol­len, und sich künf­tig beßer ver­trau­lich sagen alß der feder ver­trau­en laßen, findt aber end­lich nach aller­handt ver­such gür­lich geschie­den. Obr. Wolff hat gedacht, daß Ew. Gn. bey ihm gewe­sen, Sie hoch­ge­rüh­met und daß dero Lan­de nichts geben kön­nen, selbst beken­nen müßen. Er ist zwar ein dis­cre­ter (fei­ner) aber beym Stoff mutir­ter (ander­sau­sie­hen­der) Mann, als ich nichts wil­li­gen wol­len, hat er mir die Dra­go­ner nach­schi­cken wol­len, wel­che ich noch nicht gese­hen und mut ledi­gen Dorf­fen war­tend bin. Vor­ges­tern ist ein Pro­vi­ants­ver­wal­ter Paul Wil­helm all­hier gewe­ßen, so von dem Gene­ral­com­mis­sa­rio Schäf­fer gleich­lau­ten­de ord­re und daß er alle Ampt­s­dorf­fe visi­ti­reu, waß sie monat­lich geben kön­nen erkun­di­gen, eylends nach Baben­hau­ßen sam­blen und bericht zurückt­hun sol­le, vor­ge­zeigt, auch gerühmbt, (…)Hes­si­sche Blät­ter. 10 = Nr. 386486. 1878406Wil­helm Hopf
164029.03.1640Absen­dung einer Abord­nung im Namen mei­nes Klos­ters wegen der Wolf’schen Betrei­bung der KontributionTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen787Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164012.04.1640Es erscheint mit einem andern Sol­da­ten der Quar­tier­meis­ter von dem Regi­ment Wolf wegen der Kontribution.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen788Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164013.04.1640Weg­gang des Br. Wil­li­bald nach St. Geor­gen, um dort die Beich­ten abzu­neh­men. Unter­des­sen besucht mich der Quar­tier­meis­ter, dem ich die Schwie­rig­kei­ten dar­le­ge, durch die mei­ne Unter­ta­nen an der (Ent­rich­tung der) Wolf’schen Kon­tri­bu­ti­on gehin­dert würdenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen788Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164014.04.1640Schon trifft auch der ande­re Betrei­ber von dem Wolf’schen Regi­ment ein, dem ich das­sel­be wie dem ers­te­ren erwiderteTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen788Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164016.04.1640Die Unter­ta­nen zei­gen an, daß den Wolf’schen Sol­da­ten Gefahr von den Fein­den dro­he. Sie bit­ten jene zu ent­fer­nen, damit sie nicht selbst auch in gefähr­li­che Lage gerie­ten. Ich tei­le dies dem Wacht­meis­ter mit, der mit der Ent­fer­nung ein­ver­stan­den ist, aber nur eine Umle­gung vornimmt.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen788Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164017.04.1640End­lich Abrü­cken der Offi­zie­re von dem Wolf’schen Regiment.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen788Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164020.04.1640Neu­ig­kei­ten von Hin­ter­hal­ten der Fran­zo­sen-Schwe­den und den Betrei­bun­gen der Wolf’schen.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen789Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164024.04.1640Etwa 25 Sol­da­ten vom Regi­ment Wolf kom­men im Som­mer­au­tal an und legen sich (dort) in Quartiere.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen789Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164025.04.1640Wäh­rend ich mich über die unge­wöhn­li­che Ver­hal­tens­art der Sol­da­ten beschwe­re, trifft ein Brief des Trim­ber­ger Kom­man­dan­ten ein, der schreibt (zwecks Ver­ei­te­lung der Unter­neh­mun­gen der Wolf’schen sei­en sei­ne Sol­da­ten in mei­nen Bezirk gelegt wordenTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen789Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164001.05.1640Weg­gang von 3 Sol­da­ten vom Regi­ment Wolf. Dage­gen rücken alle vom Regi­ment Ley­en (Leo­ni­na) in mein Gebiet ein, wor­aus sich hef­tigs­te Beschwer­den der Unter­ta­nen (erge­ben). Wolf’sche Sol­da­ten ver­blie­ben trotz­dem im Hau­se des Simon Oebting.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen789Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164008.05.1640Tagung der kai­ser­li­chen Stän­de in Vil­lin­gen: Ver­ein­bart wur­de bei den anschlie­ßen­den Ver­hand­lun­gen, „daß der Wolf’schen Abtei­lung von nur zeit­wil­lig berit­te­nen (desultorio­rum) Rei­tern monat­lich nicht mehr als 900 fl. zuge­wie­sen wur­den, daß kei­nes der bei­den Regi­men­ter (ley­en und Wolf) voll­zäh­lig ist, daß die Regi­men­ter selbst auch zah­len­mä­ßig die Höhe von 500 Sol­da­ten nicht überschreiten.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen791–792Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164028.05.1640Wäh­rend die­ser Ver­hand­lung zwi­schen den Leyen’schen Sol­da­ten und mir tra­fen wie­der von Oberst Wolf zwei Sol­da­ten ein, näm­lich Georg Hey­rich mit einem Kame­ra­den und ver­lang­ten, die Kon­tri­bu­ti­on, wor­auf ich ihnen die Unmög­lich­keit die­ser Leis­tung auf­zeig­te. Der Auf­for­de­rung, im Gast­hau­se ein­zu­keh­ren leis­te­ten sie nicht Fol­ge, son­dern stell­ten ihre Pfer­de hier ein und erhiel­ten Fut­ter, doch kamen sie der Ein­la­dung zur Haupt­mahl­zeit nicht nach.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen797Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164006.1640Am 22.06.1640 schlug Wolf bei Ober­ur­sel fünf Wei­ma­rer Kom­pa­gni­en und erober­te die StadtDer Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164006.1640End­lich ist der Kay­ser­li­che Obr. Wolff mit sei­nen Tra­go­nern vnd etli­chen Muß­que­ti­rern von der Ves­tung König­stein / auch Mayn­tz vnd auß der Guar­ni­son zu Höchst / Frey­tags den 10. 20. diß deß Abends gegen gedach­tes Stätt­lein Ober-Vrsell in aller Geheim ange­zo­gen / fol­gen­den Mor­gens dar­auff zwi­schen 3. vnd 4. Vhren davor geru­cket / die Mau­ern in aller Eyl bestei­gen vnd das eine Thor in des­sen zugleich Petar­diren oder spren­gen las­sen. In dem nun Alar­men wor­den / haben die Schwe­di­sche sich zwar unge­saum­pt zur Gegen­wehr ges­telt dapf­fer her­auß Fewer geben / aber bald sam­pt­lich in die Ober­s­tat oder Burg ( wel­che sie allent­hal­ben mit Pal­li­sa­den wohl ver­se­hen) gezo­gen. Es ist aber von den Kay­se­ri­schen so vnver­hofft vnnd Mann­hafft an drey­en vnter­schied­li­chen Orten Lär­men gemacht vnd ange­setzt / daß die Schwe­di­schen in einer hal­ben Stund / auff Gnad vnd Vngnad sich zu erge­ben gezwun­gen wor­den / bey wel­cher deß Stätt­leins Occu­p­i­rung die Kay­serl. vber 400. Pferd / mit vie­len vnnd meis­ten theils newen Sät­teln / auch viel Frant­zö­sisch Gelt / so sie auff newe Wer­bun­gen bey sich gehabt / schö­ne Rohr / Kley­der / Capot­ten vnd ziem­li­chen Baga­ge zur Außbeut­te bekom­men / also daß der höchs­te biß zum wenigs­ten sei­ne Beutt dar­von bracht / vnd was zu Fuß dahin gan­gen / mit Pfer­den den meh­rern theil her­auß gerittenDer Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site), sowie “Rela­tio­nis His­to­riae Semes­tra­lis Con­ti­nua­tio” (Juli 1640, Frank­furt am Main)Dr. Bernd Warlich
164006.1640Es leg­ten sich damals die ange­kom­me­ne Käis. Völcker unterm Gene­ral-Wacht­meis­ter Graff Gal­len / in Cro­nen­berg und Hom­burg / auff und vor der Höhe. Herr Obr. von Rosen hat­te sich noch erin­nert / deß Scha­dens / wel­chen den Sei­ni­gen der Obr. Wolff[434] im ver­gan­ge­nen Julio zu Ober-Ursel gethan / davon wir erst nechst oben gemel­det : gedach­te dero­we­gen sich zu revan­gi­ren / und rüs­te­te sich mit Sturm­ge­zeu­ge / gieng um den 29. Octo­bris auff gedach­tes Hom­burg vor der Höhe / dar­in­nen der Obris­te Bent­zen­au­er wol mit 800. Mann zu Roß und Fuß gele­gen / der von Rosen über­stie­ge Hom­burg in der Nacht / lies­se / was sich weh­re­te / dar­n­ider machenDer Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164006.1640Oberst Wolf hat­te noch 1640 erfolg­rei­che Exkur­sio­nen von Aschaf­fen­burg bis hin­ter Frankfurt(Oberursel) ausgeführtZwi­schen Krieg und Stillstand13Chris­ti­an Kodritzki
164022.06.1640Am 22. Juni 1640 erfuhr der Bür­ger­meis­ter von Obern­burg vom Oberst Wolf, in Aschaf­fen­burg, das eini­ge Schwe­den über den Main bei Seli­gen­stadt kamen und Vieh gestoh­len hat­ten. 10 in Seli­gen­stadt lie­gen­de Sol­da­ten von ihm und 30 Bür­ger konn­ten den Schwe­den das Vieh aber wie­der abjagen.Stadt­ar­chiv Obernburg
164022.06.1640Am 22.6.1640 schlug Wolf bei Ober­ur­sel fünf wei­ma­ri­sche Kom­pa­nien und erober­te die Stadt.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments87Münich
164007.1640Mitt­ler­wei­le hat­te der baye­ri­sche Dra­go­ner­oberst Wolf Ober­we­sel bemäch­tigt, und dem Fein­de 40 Mann getö­tet und ver­wun­det und 300 Mann gefangen.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band616Johann Heil­mann
164012.07.1640Am 12. Juli hieb der Oberst­wacht­meis­ter Creutz vom baye­ri­schen Rei­ter­re­gi­ment Neuneck eine feind­li­che Dra­go­ner­com­pa­gnie bis auf 18 Mann niederKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band616Johann Heil­mann
164022.07.1640Die in Ober-Ursel aber/ von 5. Com­pa­gni­en Reu­tern nd Dragonern/ waren gar sicher/ und hiel­ten kei­ne Wache/ wol­te auch kein War­nen bey ihnen helf­fen: dar­um der Käis. Obr. Wolff um den 22.Julii kam/ sie auß dem Schlaff zu wecken/ der das Städ­lein des Mor­gens früh um 3. Uhr petardiret/ und an 4. Orthen anfal­len thäte/ der ers­ten 10. todt machte/ die ande­ren alle von unge­fehr 300. unter denen bey 22. Offi­ci­rer gewesen/ mit Haab und Gut gefan­gen genommen/ die gemei­ne Reu­ter untergestellet/ und die Offi­ci­rer noch dar­zu auff Ran­zi­on geset­zet : wel­chen gro­ben Feh­ler ihnen Män­nig­lich vor unver­ant­wort­lich angezogen/ von denen allen noch etli­che weni­ge nach Fried­berg entrunnen.Thea­tri Euro­pa­ei Vier­d­ter Theil Das ist: Glaub­wür­di­ge Beschrei­bung Denck­wür­di­ger Geschich­ten die sich in Europa (…)198Hein­rich Oraeus
164008.1640Dar­ge­gen mach­te der Baye­ri­sche Gene­ral Wolf ein Meis­ter­stück­gen, als er sich mit List in die klei­ne Stadt Ober-Ursel bey Mayn­tz, prac­ti­cir­te und dem Gene­ral Rosen bey den Wei­ma­ri­schen Trup­pen im Monat August eine ziem­li­che Schlap­pe beybrachteLudo­vici Petri Gio­van­ni, oder viel­mehr Johann Peters von Lude­wig, Wey­land König­lich-Preu­ßi­schen Canz­lars, und Geheim­bden Raths, etc. etc.2094Johann Peter von Ludewig
164010.1640Um das neu­ge­wor­be­ne lüne­bur­gi­sche Regi­ment Koch „so der Enden an den Päs­sen lag“ auf­zu­schla­gen, ging der kai­ser­li­che Gene­ral Sara­de­zin mit eini­gen Rei­ter­re­gi­men­ter, unter denen sich auch das baye­ri­sche Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf befand, über die Weser.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band619Johann Heil­mann
164011.1640Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 6 Kom­pa­gni­en 581 Mann, davon 294 zu Pferd, 287 unberittenDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46225Cor­du­la Kapser
164019.11.1640Mus­te­rungs­lis­te Dra­go­ner: Wolf: 6 Kom­pa­nien, Berit­ten: 294, Unbe­rit­ten: 287, Mann­schaft: 581Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band619Adolf Erhard
164102.01.1641Der Sale­mer Zis­ter­zi­en­ser­mönch Sebas­ti­an Bürs­ter (? – 1649) schreibt in sei­ner Chro­nik unter dem 2.1.1641: „Den ande­ren diß sey­nen unß ain com­pa­g­nia reu­ter aber­mah­len deß Wolf­fi­schen regi­men­tß zuge­schickt, so zwo nächt zue­vor zuo Frickin­gen logiert, under dem obris­ten wacht­mays­ter Nuß­bom, baye­risch volk, die man uff die dorf­schaf­ten außgethailt. Waren aber nichts des­to weni­ger der Wie­le­ri­schen (der Besat­zung von Hoh­ent­wiel) bei tag und nacht, ja stünd­li­chen deß uber­fahlß gewär­tig; dann alle nacht uff die 18 per­so­nen mies­ten wachen; dan sie unß und Hail­gen­berg (wei­len Möß­kir­chen und Pfu­len­dorff schon erschi­nen und in die con­tri­bu­ti­on ein­ge­wil­li­get) zue erschei­nen oder mit feu­er und schwert zue ver­fol­gen ange­tre­wet. Waß haben dan mier wei­ter ken­den oder sol­len anfan­gen, dan obge­sez­te sol­da­ten nit unß zue defen­die­ren vor­han­den ? Dar­um­ben eß gehai­ßen: vogel iß oder stirb; mier hat­ten kain wahl“.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164101.1641Oberst Wolf wur­de mit sei­nem Dra­go­ner­re­gi­ment nach Strau­bing geschickt, um „hin­auf gegen Regens­burg und hin­un­ter gegen Vils­ho­fen und Pas­sau die Stra­ßen dieß- und jen­seits der Donau ohne Unter­laß zu bat­ti­ren. Er hat­te den Auf­trag, mit dem Com­man­dan­ten von Strau­bung, Oberst Gün­ther, flei­ßig zu cor­re­spon­die­ren und auf den Feind ein wach­sa­mes Auge zu rich­ten, damit die­ser nicht etwa mit Schif­fen oder Flö­ßen – die zwar allen Orten zu ver­bren­nen befoh­len wor­den – den Paß gewinne.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band625Johann Heil­mann
164120.03.1641Aus Cham/ vom 20. Mar­tii. (…) P.S: Jetzt komt gleich Bericht ein/ daß Obr. Wolff die Pann­te­ri­sche Retro­guar­dia zu Furt angetroffen/ sel­bi­ge geschlagen/ und vil gefangen/darunter Obr. Pfuhl/ und vil ande­re gefangen.Ordent­li­che wochent­li­che Post-Zei­tun­gen. [1639/42]580
164124.03.1641Der Hofer Chro­nist und Orga­nist Jobst Chris­toph Rüth­ner (1598 – 1648) hält fest (1641): Inmit­telst begehr­te der bay­ri­sche obrist Wolf auch quar­tier auf ein regie­ment dra­gou­ner, so aber die croa­ten nicht ver­stat­ten woll­ten, son­dern manu­ten­ir­ten dies­mahl ihr quartier. […]Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164127.03.1641Eodem die gescha­he eine abord­nung nach Wun­sie­del, des herrn obris­ten Wol­fens marsch, wel­cher mit gewalt auch hier quar­tier neh­men wol­te, abzu­wen­den, alles jedoch umsonst, den[n] erkam den 29. mar­tii mit sei­nen völckern hier an. Hin­ge­gen mus­ten 2 regie­men­ter croa­ten, als Bey­gold und Loschi, fort, Rac­k­o­witz und Fel­dua­ry aber nechst dem obris­ten wol­fen wur­den hier ein­quar­tie­ret, die wol­fi­schen dra­gou­ner zwar in die stadt, die croa­ten aber außer der stadt, beka­men aber doch ihre ver­pfle­gung aus der stadt.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164130.03.1641Den 30. mart[ii] gar frü­he rit­te herr obrist Wolf nach Wun­sie­del zu dem bay­ri­schen gene­ral­ma­yor de Mer­sy und hil­ten sel­bi­gen abend die croa­ten wegen der schwe­di­schen völcker die gan­ze nacht zu pfer­de, schick­ten auch starcke par­the­yen aus, wel­che dann den 31. mar­tii 6 schwe­di­sche gefan­ge­ne, dar­un­ter ein quar­tier­meis­ter, ein­ge­bracht. Der quar­tier­meis­ter aber wur­de stracks gegen Eger wei­ter geschickt. […]Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164101.04.1641Den 1. april kam obrist wolf wie­der von Wun­sie­del und brach­te noch über die 100 pfer­de mit sich, so sich alsobald in die stadt einquartierten.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164106.04.1641Den 6. apri­l­is früh um 3 uhr ver­reis­te der chur­bay­ri­sche obris­te Wolf auf Wun­sie­del, hin­ge­gen wur­den die schwe­disch gefan­ge­ne wie­der ledig gelas­sen und zu ihren regie­men­tern convoiret.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164110.04.1641Den 10. apri­l­is gescha­he aber­mahl auf befehl des herrn haupt­manns gestreng durch herrn stadt­ca­pi­tain und Ulrich Löwen nach Wun­sie­del eine abord­nung, dar­um damit sie den bevor­ste­hen­den gene­ral­m­arch abwen­den möch­ten. Sie kamen aber den 11. apri­l­is unver­rich­ter sache wie­der. Dann obwohl die 2 regie­men­ter croa­ten, als Rac­k­o­witz und Feul­t­a­ry, neben des obris­ten Wol­fens dra­gou­ner um 10 uhr zu Mit­ta­ge zum Untern Thor hin­aus­rück­ten, so zog doch der gene­ral­sta­ab stracks zum Obern Thor ein. Von dem fuß­volck wur­den etli­che regie­men­ter in die Alten­stadt und Vor­stadt und auf dem Gra­ben her­um ganz häu­fig ein­quar­tie­ret, blie­ben auch dar­zu den 12. april still lie­gendt, da dann die fou­ra­ge auf den dör­fern alles gar ver­wüs­tet, alles eißen­werck und was sie fun­den mit hier in die stadt gefüh­ret und zu gel­de gemacht. […] Die­ser tagen, als ran­de­vous zu Pos­eck gehal­ten wur­de, so ist Pos­eck nebst drey andern dör­fern ange­steckt worden.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164105.05.1641Die Schwe­den waren aber nicht nur bei Hal­le; son­dern dern auch bei Bern­burg von den Kai­ser­li­chen bedroht . Schon am 5. Mai kam der kai­ser­li­che Obrist Wolf mit 1000 Reu­tern vor Bern­burg an und am 7. folg­ten ihm der Gene­ral-Feld­zeug­meis­ter Mer­cy, der Gene­ral­ma­jor Spie­gel und am Abend der Feld­mar­schall Piccolomini.Geschich­te der Stadt Aschers­le­ben wäh­rend des drei­ßig­jäh­ri­gen Kriegs124Lud­wig Wil­helm Schrader
164105.05.1641Aber den 5. Maj ist der Obr. Wolf mit 1000. Kai­serl. Reu­tern vorm Ber­ge angekommen/ hat die Schwe­di­sche Reu­te­rei daselbst theils niedergemacht/ theils gefan­gen genommen/ so daß weni­ge sich retiri­ren können/ den Bür­gern aber kein Leid gethan; Wor­auf Sich die Schwe­di­schen Völcker in der Stadt nebst dem Gene­ral-Pro­vi­ant-Meis­ter auch fort gemachtHis­to­rie Des Fürs­t­ent­h­ums Anhalt. 2: Fünf­ter, Sechs­ter und Sie­ben­der Theil366Johann Chris­toph Becmann
164105.05.1641B. Die Statt/ wel­che Obr. Wolf mit Com­mand: Völcker dato eingenommenThea­tri Euro­pa­ei Vier­d­ter Theil Das ist: Glaub­wür­di­ge Beschrei­bung Denck­wür­di­ger Geschich­ten die sich in Europa…738Johann Phil­ipp Abelinus
164108.164150 thlr. Denen Per­so­nen wegen abge­nom­me­ner Klei­dung resti­tu­iert, als Sie damals in Ber­rich­tun­gen zu Bern­burg gewe­sen, so der Herr Obers­te Wolff daselbst in der Nacht angekommen.Urkun­den, Akten­stü­cke und Brie­fe zur Geschich­te der Anhal­ti­schen Lan­de und ihrer Fürs­ten unter dem Dru­cke des drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges. 4,2: Bd. 4 ; Abt. 2 1639 – 1642302G. Krau­se
164109.1641Im Sep­tem­ber 1641 berich­te­te Wolf Feld­mar­schall Mel­chi­or von Hatz­feldt von der Siche­rung des Pas­ses bei Höxter.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164109.1641Bela­ge­rung der Hoh­ent­wiel: Die Käi­serl. Und Chur-Bäy­ri­sche aber/ als der Obr. Holz/ Wolff/ Wahl/ Edelstein/Horst und Neuneck/ waren zu Cos­t­nitz (Kon­stanz) beysammen/ mit des Schä­bi­schen Cräi­ses Deputirten/ wo Pro­vi­ant herzuschaffen/ zu deliberiren/ daß man Hohen-Twie­l/ es sey mit blo­qui­ren oder belägern/zusetzen möge.Thea­tri Euro­pa­ei Vier­d­ter Theil Das ist: Glaub­wür­di­ge Beschrei­bung Denck­wür­di­ger Geschich­ten die sich in Europa…546Johann Phil­ipp Abelinus
22.09.1641Cas­par Pfaws Bericht von sei­ner Absen­dung zum Erz­her­zog Leo­pold Wol­helm zu Öster­reich: (…) Doch hat zu dier behuff Obr. Wolff Höx­ter occu­p­iert, das übri­ge beru­he auff münd­li­che relation.Urkun­den, Akten­stü­cke und Brie­fe zur Geschich­te der Anhal­ti­schen Lan­de und ihrer Fürs­ten unter dem Dru­cke des drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges. 4,2: Bd. 4 ; Abt. 2 1639 – 1642211G. Krau­se
1641Ende 1641Von den 4 kai­ser­li­chen Regi­men­tern, die in das Mans­feld­sche ein­ge­rückt waren, muß­te eins, das bai­er­sche Dra­go­ner-Regi­ment des Obrist Wolf, aus der Herr­schaft Fal­ken­stein unter­hal­ten wer­den. Die täg­li­che Lie­fe­rung betrug 9 Maaß Wein (für den Stab), 633 Pf. Brot, 333 Pf. Fleisch, 322 Maaß Bier, 1086 Pf. Hafer, 3210 Pf. Heu und 813 Bund Roggenstroh.Archiv des His­to­ri­schen Ver­eins für Nie­der­sach­sen. 1845296His­to­ri­scher Ver­ein für Niedersachesen
164121.12.1641Da bei Mon­caf­fa nichts aus­zu­rich­ten war, wand­te Bus­so in sei­ner Noth (21. Dec.) sich an den bai­ri­schen Obrist Wolf , der es sich in Hal­ber­stadt gut sein ließ, wäh­rend er sein Regi­ment in die Herr­schaft Fal­ken­stein ver­legt hat­te, und bat ihn fle­hent­lich, er möge sich doch der unglück­li­chen Untertha­nen erbar­men und ihn selbst gegen die neu­en Anfor­de­run­gen Moncaffa’s schüt­zen, indem er sich sonst schlech­ter­dings außer Stand gesetzt sähe, den Bedürf­nis­sen des Dra­go­ner­re­gi­ments ein Genü­ge zu leisten.Archiv des His­to­ri­schen Ver­eins für Nie­der­sach­sen. 1845299His­to­ri­scher Ver­ein für Niedersachesen
164127.12.1641Der schwarz­burg-son­ders­hausi­sche Hof­rat Hap­pe erwähnt Wolf in sei­ner „Thü­rin­gi­schen Chro­nik“ unter dem 27.12.1641 (06.01.1642): „Zu Ebe­le­ben hat gele­gen der Obris­te Johann Wolf, hat auch übel gehau­set, Mei­nem Gnä­di­gen Her­ren viel Schaaf­vie­he und Getrey­de genom­men und ist auch in der Nacht Feu­er aus­kom­men, da dem Bader sei­ne Scheu­ren abge­brant und sie­ben Sol­da­ten Pfer­de dar­in­nen umbkommen.Thü­rin­gi­sche Chronik442Volk­mar Happe
1642Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 6 Kom­pa­gni­en 550 Mann zu PferdDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46227Cor­du­la Kapser
1642Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 556 Mann (Gesam­te Baye­ri­sche Armee: 9100 Mann)Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments180Fried­rich Münich
1642Wolf liegt im von Gene­ral­feld­mar­schall von Hatz­feld kom­man­dier­ten Feld­la­ger in ZonsDesi­gna­ti­on oder Ver­zeich­nuss dess Käy­serl: Hatz-Feld: und Chur. Bäye­ri­schen Feld. Lägers bey Zon­ss nach dem Alpha­beth und / Nume­ra­len gerichtet.1Mat­thä­us Merian
164201.16421642 im Janu­ar stand er bei der Reichs­ar­mee unter Wahl gegen Tors­ten­son in der alten Mark; die Rei­te­rei streif­te bis BlekedeGeschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments87Fried­rich Münich
164201.01.1642Da lang­te end­lich am Neu­jahrs­ta­ge 1642 ein doch wenigs­tens etwas tröst­li­ches Schrei­ben vom Obrist-Lieut­nant Nuß­baum vom Wolf­s­chen Regi­ment, aus Hal­ber­stadt, an, wor­in der­sel­be ihm mel­de­te, er sol­le fer­ner nichts an Mon­caf­fa lie­fern, und es soll­ten die Fal­ken­stein­schen Untertha­nen künf­tig vor sol­chen unbe­fug­ten For­de­run­gen geschützt werden.Archiv des His­to­ri­schen Ver­eins für Nie­der­sach­sen. 1845299His­to­ri­scher Ver­ein für Niedersachesen
164207.01.1642Den 28. (07.01.1642), war der ers­te Sonn­tag Adven­tus, haben die­se Völcker in den Quar­tie­ren still gele­gen und haben wir Chris­ti­an Mel­chiorn von Schlot­heim zu dem Gene­ral (Chris­ti­an v. Johann) Wah­len nach Greu­ßen abge­fer­ti­get und ist viel Strei­fen und Plün­dern an allen Orthen gewesen.Thü­rin­gi­sche Chronik442Volk­mar Happe
164209.01.1642Daß es aber mit sol­chem Schut­ze nicht weit her­ge­we­sen, erse­hen wir aus einem kurz nach­her (9. Jan.) an Obrist Wolf von Bus­so abge­schick­ten Brie­fe, wor­in er klagt, daß des­sen Lieut­nant sich an dem Vor­wer­ke (Meis­dorf) ver­grif­fen, und die Dra­go­ner ihre eige­nen Quar­tie­re, näm­lich Dan­ke­ro­de, Wol­mers­wen­de und Wie­sero­de, aus­ge­plün­dert hätten.Archiv des His­to­ri­schen Ver­eins für Nie­der­sach­sen. 1845300His­to­ri­scher Ver­ein für Niedersachesen
164227.01.1642(…) in Sten­dal aber ist der Obr. Wolf mit einem Regi­ment Fuß­volk ein­quar­tiert wor­den, wel­cher aber, nach­dem der Erz­her­zog (Leo­pold Wil­helm) sein abse­hen den Schwe­den anzu­kom­men nicht errei­chen kön­nen, dar­auf über eine zu dem ende ver­fer­tig­te Schif­brükke zurükke gezo­gen und sei­nen rük­weg genommen.His­to­ri­sche Beschrei­bung der Chur und Mark Brandenburg247Johann Chris­toph Becmann
164228.01.1642Die Käys. Und Bäyr. Rcken nichts des­to weni­ger hernach/ und nahm der Graff von Wahl sein Quar­tier in dem ver­las­se­nen Ständel/ Obr. Wolff das sei­ni­ge in dem auch ver­las­se­nen Osterburg/ also das die Schwe­di­sche dort her­um nichts als Baleben/ See­hau­sen und Salz­we­del inne hattenThea­trum His­to­riae vniuer­sa­lis Catho-Protest.72Niko­laus Helwig
164228.01.1642Den 29. (28.1.1642) ist die­se Armee nach Fran­ken­hau­sen ver­rü­cket. In Fran­ken­hau­sen ist das Haupt­quar­tier und lie­gen die Dor­fe bis an Son­ders­hau­sen her­an aller voll, theils lie­gen auch im Amt Heringen.Thü­rin­gi­sche Chronik443Volk­mar Happe
164206.08.1642Er (Jan von Werth) über­nahm als Füh­rer der gesam­ten anwe­sen­den Rei­te­rei den Befehl über die bewähr­ten baye­ri­schen Regi­men­ter Werth, Mer­cy, Gay­ling, Wolff und Löwenstein….(Anm: die Ört­lich­keit hier­bei ist wohl das Feld­la­ger bei Zons)Jan von Werth121Hel­mut Lahrkamp
164206.08.1642Gay­ling, Kolb und Wolff weil­ten im Lager (bei Zons)Jan von Werth121 Fn 12Hel­mut Lahrkamp
164207.08.1642Bei Lahr­kamp „Jan von Werth“ wird erwähnt, dass Wolf bei der Ankunft von Jan von Werth am 07.08.1642 im Lager (bei Zons) weil­te. Höchst­wahr­schein­lich wur­de er vor Jan von Werth (24.03.1642) ausgetauscht.Jan von Werth121Hel­mut Lahrkamp
164205.09.1642Am 05. Sept. ret­te­te Johann Wolf bei Erke­len den Gene­ral Wörth zwei­mal vom TodeGeschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments87Münich
164224.09.1642Gefecht bei Lied­berg. Er (Jan von Werth) soll­te vom Pferd gewor­fen und nur durch den Dra­go­ner­oberst Wolff vom Tode oder zumin­des­tens von der Gefan­gen­schaft geret­tet wor­den sein.Jan von Werth124Hel­mut Lahrkamp
164226.09.1642Pufen­dorf erzählt: als er (Jan von Werth) mit 800 Reu­tern Lind­berg angriff, sei er von Rosa über­fal­len wor­den, habe einen gro­ßen Theil sei­ner Mann­schaft ver­lo­ren, und mit Mühe zu Fuß sich mit dem Obrist Wolf durch die Sümp­fe geret­tet. Ande­re sagen, er habe mit 2000 Reu­tern am 26sten Sep­tem­ber das abzie­hen­de fran­zö­si­sche Heer, wel­ches das Lager des Prin­zen von Oran­ge ein­neh­men woll­te, ver­folgt, und ihm schon bedeu­ten­den Scha­den zuge­fügt, als Rosa und Tau­pa­del ihn mit 4000 Reu­tern unver­se­hen­des umringt, und so arg zuge­setzt hät­ten, daß er kaum mit dem gerin­gen Res­te entrann.Johann von Werth im nächs­ten Zusam­men­han­ge mit der Zeitgeschichte118Fried­rich Wil­helm Barthold
164226.09.1642So nennt der Ver­fas­ser die deut­schen Rei­ter der Wei­ma­ri­schen Armee, die Ueber­hand gewon­nen, und Johann von Werth, vom Pfer­de gewor­fen in der Hit­ze des Streits, sei nur durch den Dra­go­ner­obris­ten Wolf vom Tode, oder min­des­tens der Gefan­gen­schaft erret­tet wor­den; nach einem noch­ma­li­gen Angriff sei er wie­der­um zu Boden gefal­len, und besin­nungs­los und schwach durch den tap­fe­ren Obris­ten (Wolf) durch den Fluß Niers der Gefahr mit gro­ßem Ver­lus­te entronnen.Johann von Werth im nächs­ten Zusam­men­han­ge mit der Zeitgeschichte118Fried­rich Wil­helm Barthold
164227.09.1642Wolf ret­tet Jan von Werth das Leben: “Von da leg­te er (Jan von Werth) sich in Hin­ter­halt und woll­te die im Mar­sche befind­li­che fran­zö­si­sche Armee über­fal­len, wur­de jedoch selbst von Tau­pa­del und Rosen an der Spit­ze von 4 alten schwe­di­schen Rei­ter­re­gi­men­tern über­rascht, im hart­nä­cki­gen Getüm­mel vom Pfer­de gewor­fen – nur des Dra­go­ner-Obers­ten Wolf per­sön­li­che Auf­op­fe­rung ret­te­te ihn.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments17Fried­rich Münich
164227.09.1642Nach dem Gefecht bei Lied­berg: Er (jan von Werth) traf die Nach­hut bei Uer­din­gen, amch­te 900 Mann nie­der und führ­te 2000 Pfer­de als beu­te davon. Tags dar­auf ver­such­te er aber­mals sein Glück, wur­de selbst mit vie­ler Mühe nur durch die tap­fe­re Hül­fe des Dra­go­ner-Obers­ten Wolf vor der Gefan­gen­schaft gerettet.Frank­reich und Niederrhein134Leo­nard Ennen
164206.12.1642Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 6 Kom­pa­gni­en 580(613) Mann zu PferdDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46231Cor­du­la Kapser
164206.12.1642Mus­te­rungs­lis­te Wolf: 6 Com­pa­gni­en, 613 Mann (zu Pferd)Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2924Adolf Erhard
1643Die baye­ri­sche Kaval­le­rie bestand 1643 aus 8 Rei­ter­re­gi­men­tern, Werth, Cas­par, Mer­cy, Gay­ling, Druck­mül­ler, Andre­as Kolb, Sporck, L Pierre, König­segg; hin­zu kam das Dra­go­ner­re­gi­ment WolffJan von Werth130Hel­mut Lahrkamp
1643Von den Obris­ten waren Gay­ling – der 1644 zum Gene­ral­wacht­meis­ter auf­stieg – , Wolf und Druck­mül­ler alte Waf­fen­ge­fähr­ten Werths.Jan von Werth130Hel­mut Lahrkamp
164322.01.1643Der Feind hät­te den Tau­ber­grund meis­ten­teils wie­der ver­las­sen und wäre gegen Heil­bronn gezo­gen, wo der Obers­te Wolf mit sei­nen Dra­go­nern hin­ein­ge­wor­fen wor­den wäre.Sei­ten­wech­sel107Chris­ti­an Kodritzki
164318.05.1643Sigis­mund Zol­ler vom Wolf­s­chen Regi­ment, ein Vil­lin­ger Sol­dat, der auf Kund­schaft aus­ge­schickt ist, geht hier vor­bei, und zugleich reist Kom­mis­sar Greüt­her ab.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen954Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164330.04.1643In den Auf­zeich­nun­gen des Bene­fi­zia­ten Franz Andre­as Rogg (1712−1777) aus der Reichs­stadt Pful­len­dorf heißt es unter unter dem 30.4.1643: „Disen Tag ist vom hl. obris­ten Wolff ein ord­re vor­ge­wi­sen wor­den, weil­len die Win­ter­schei­di­schen Völk­her ander­werts mar­chie­ren und er alle Pos­ten mit sei­nen unter­ha­ben­den Tra­go­ner-Rege­ment bese­zen mie­ße, als habe hl. Haubt­man Ent­z­berg mit sei­ner Com­pa­g­nia anhe­ro geschickht, deme der ordi­nanz gemeß der Unter­halt sol­le gereicht wer­den. Weil dan sol­ches unmög­lich, ist zu hl. Wolf­fen jeman­dt abzue­ord­nen, umb zue bit­ten, ob der Unter­halt nit ander­werts her­bei­ge­schafft werde.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164310.1643Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 18 Kom­pa­gni­en 1025 Mann zu PferdDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46233Cor­du­la Kapser
164311.1643(…) als Ger­nal Rosen zur Deckung der Bela­ge­rung Rott­weils in Geis­lin­gen ein­ge­la­gert war, nach­dem Bal­lin­gen eine Abt­hei­lung Wolf-Dra­go­ner und Roy­er zu Fuß sei­ne Auf­for­de­rung abge­wie­sen hatte.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments91Fried­rich Münich
164307.11.16431643 den 7. Nov. hielt sich ein Haupt­mann des Regi­ments in Balin­gen gut gegen Rosen, wodurch Oberst Sporck Gele­gen­heit bekam, sich sehr auszuzeichnen.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments88Fried­rich Münich
164308.11.1643Fast gleich­zei­tig hat­te Oberst Wolf eine feind­li­che Abtei­lung bei Schön­berg überfallenKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band654Johann Heil­mann
164308.11.1643Wolf hat bei Schön­berg eine feind­li­che Par­tei mit 20 Pfer­den geschla­gen. Er nimmt drei Gefan­ge­ne wel­che aus­sa­gen, dass ihre Trup­pe noch vor Rott­weil liegt und “minirt”Die Feld­zü­ge der Bay­ern in den jah­ren 1643, 1644 und 1645 unter den Befeh­len des Feld­mar­schalls Franz Frei­herrn von Mercy47Johann Heil­mann
164322.11.1643

Am 22.11.1643 gelang ihm bei Tutt­lin­gen gegen eine Beloh­nung von 1000 Duka­ten die Erobe­rung der fran­zö­si­schen Artil­le­rie. Zudem erlaub­te Maxi­mi­li­an I., dass Wolf in Wien die nähe­ren Ein­zel­hei­ten erläuterte.

Der Sale­mer Zis­ter­zi­en­ser­mönch Sebas­ti­an Bürs­ter (? – 1649) schreibt in sei­ner Chro­nik: „Habe Johann Wolff, obris­ter der tra­go­ner, die fran­zö­si­sche arto­le­ria mit allem zue­ge­hör und muni­ti­on bey ainer an dem goza­cker ste­hen­den capel­len erobert, von reu­tern und fuß­völ­kern in schnel­ler eyl dass gan­ze gene­ral- und haubt­qua­tier in Dudt­lin­gen ein­ge­schlos­sen, daß aini­ger mensch auß oder ein, auch die zu Mörin­gen und Mih­le­nen gele­ge­ne reu­ter stracks in die flucht geschlagen“.

Sebas­ti­an Bürsters Beschreibung174Weech
164324.11.1643Am 24. mit Tages­an­bruch, brach die Armee gegen Tutt­lin­gen auf. Die Vor­hut – 1000 Rei­ter, das Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf und 600 Mus­ke­tie­re des Oberst Johann Ulrich Gold – führ­te der Gene­ral der Cava­le­rie Jan von WertKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band657Johann Heil­mann
164324.11.1643Sofort jag­te der baye­ri­sche Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf „der sich bei die­ser Occa­si­on über die Maßen tap­fer gehal­ten“, unter­stützt von dem kai­ser­li­chen Oberst Epp in den Kirch­hof, hieb die Wache nie­der und erober­te sämt­li­che Geschütze.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band658Johann Heil­mann
164324.11.1643In Tutt­lin­gen bemerk­te man die Gefahr erst, als der Geschütz­park bereits genom­men war. Oberst Wolf hat­te etli­che Geschüt­ze auf die Stadt rich­ten und auf die­sel­be feu­ern lassen.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band658Johann Heil­mann
164324.11.1643Jan von Werth führ­te als Gene­ral der Kaval­le­rie und „Meis­ter im Auf­schla­gen der Quar­tie­re“ die Avant­gar­de, die aus 1000 kom­man­dier­ten Rei­tern, den Dra­go­nern des bewähr­ten Obris­ten Wolff und 600 Mus­ke­tie­ren bestand, ….Jan von Werth136Hel­mut Lahrkamp
164324.11.1643Mer­cy ver­sprach dem Obris­ten Wolf tau­send Duka­ten, wenn er sich die Geschüt­ze bemäch­tig­te, und Wolffs Dra­go­ner, unter­stützt durch Rei­ter des kai­ser­li­chen Obris­ten Epp, hie­ben die Bede­ckung nie­der und besetz­ten den Friedhof.Jan von Werth136137Hel­mut Lahrkamp
164324.11.1643Oberst Wolf stürz­te sich auf die Wachen, mach­te die­se nie­der und lock­te die Fran­zo­sen durch ein­zel­ne All­arm­schüs­se nach ihren Auf­stel­lungs­plät­zen. Unter­des­sen hat­te die Armee das Städt­chen ganz umzin­gelt – die bestürz­ten Fra­no­sen erga­ben sich.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments20Fried­rich Münich
164324.11.1643Der Kur­fürst erleg­te die erfor­der­li­che Sum­me und erlaub­te, dass Wolf nach Wien reis­te, um der Majes­tät „die par­ti­cu­la­ria zu referirn“.Jan von Werth137 Fn 83Hel­mut Lahrkamp
164324.11.1643Der Gene­ral von der Caval­le­rie Frey­herr Johann von Wörth füh­ret 1000 comen­dir­ten Reu­ter und den Wolf­fi­schen Tra­go­nern die Avant­guar­dia neben 600 Mus­gue­tie­ren, wel­che der Chur Bay­risch Obris­te Johann Ulrich Gold commandiert.Quel­len zur Geschich­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges zwi­schen Pra­ger Frie­den und West­fä­li­schem Frieden133Josef J. Schmid
164324.11.16433 fran­zö­si­sche Offi­zie­re fie­len unse­rem com­man­die­ren­den Wolf, der über­all der ers­te war, und mit eige­ner Hand vie­le Fein­de erle­get hat zu Füßen, ver­spra­chen nim­mer­mehr über den Rhein zu gehen, und auch ande­re Fran­zo­ßen hier­zu zu bere­den, und wur­den auf sol­che Wei­se entlassenMau­rus Frie­sen­eg­ger – Tage­buch aus dem 30jährigen Krieg78Pater Wil­li­bald Mathäser
164324.11.1643Der Über­fall bei Tutt­lin­gen. Die Avant­gard, aus 1000 Rei­tern, den Wolf‘schen Dra­go­ner und 600 Mus­ke­tie­ren bestehend, führ­te der schon erwähn­te berühm­te Johann von Werth, wel­cher nach drei­jäh­ri­ger Gefan­gen­schaft in Paris wie­der auf dem Kriegs­schau­platz erschie­nen war.Der klei­ne Krieg, sein Wesen und sei­ne Bedeu­tung 1855220C. Hel­muth
164324.11.1643Über­fall von Tutt­lin­gen. Zur Aus­füh­rung die­ses wich­ti­gen Unter­neh­mens, erkor er den durch küh­ne Taten berühm­ten Obers­ten Wolf mit dem Ver­spre­chen, ihm bei dem Kur­fürs­ten eine Beloh­nung von 1000 Duca­ten zu erwir­ken. Wolf spreng­te sei­nem Dra­go­ner­re­gi­ment und einer Abtei­lung öster­rei­chi­scher Kür­as­sie­re in den ansto­ßen­den Fried­hof, wo ein Haupt­mann mit sei­ner Com­pa­gnie Wache hielt.Maxi­mi­li­an I. der katho­li­sche, Kur­fürst von Bay­ern und der drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg 1869816Dr. Fr. Ant. Wil­helm Schreiber
164324.11.1643Die Freu­de über den Dutt­lin­ger Sieg sprach sich in den Haupt­städ­ten der katho­li­schen Fürs­ten, zu Wien, Mün­chen, Cöln, Brüs­sel durch fei­er­li­che kirch­li­che Dank­sa­gun­gen aus; dem Obriſt Wolf , wel­cher die fro­he Zei­tung zuerst nach Wien gebracht, ward ein kai­ser­li­ches Boten­lohn zu Theil; Maxi­mi­li­an, nicht min­der erfreut über die Tha­ten sei­ner Krie­ger, gab den gemei­nen Sol­da­ten durch Geld­ge­schen­ke sei­ne zufrie­den­heit zu erken­nen, und bestä­tig­te den wacke­ren Fran­cis­kus Mer­cy in sei­ner Ober­feld­herrn­stel­le, wel­che er bis­her mit dem Loth­rin­ger getheilt.Johann von Werth im nächs­ten Zusam­men­han­ge mit der Zeitgeschichte139Fried­rich Wil­helm Barthold
164324.11.1643(…) und die­se treff­li­che Deca­si­on ver­sau­men, son­dern im Namen Got­tes mit der Avan­guar­dia erstt­lich auff bemel­de deß Fein­des Stück loß zuge­hen / das bes­te befunden/ dar­zu Herr Obrist Johann Wolff mit sei­nen Tragonern/ und Herr Obr. Eppe mit etli­chen Reu­tern von der Avan­guar­dia Coman­diert worden/ und ward der Truck­mil­le­ri­sche Croa­ti­sche Ritt­mais­ter mit 39. Pfer­den vor­an geschickt/ denen fol­gend nun Spo­ren­streichs bey­de Herrn Obris­ten Wolf und Epp mit den Reu­tern und Tragonern/ und haben im Frey­thoff und vor­be­rühr­ten dar­inn ste­hen­den Kirchlein/ die Offi­cir un Soldaten/ so bey der Artol­le­ria die Wächt gehabt/ nidergemacht/ den Kirch­hoff mit den Tra­go­nern besetzt/ unnd die Stück Manuteniert/ under wel­cher Ope­ra­ti­on auch die stracks nach­ge­folg­ten Trop­pen zu Pferd von der Avan­guar­di sich bei­der­seits des Kirch­hoffs hin­der der Artol­le­ria in Pos­tur gesetzt/ also/ daß sel­bi­ge mit aller ver­han­de­nen Zubehör/ in dem Momen­to glück­lich weg­ge­nom­men: (…) wie dann die Tra­go­ner dar­von etli­che Stück umbgewand/ unnd auff unnd in die Statt in deß Feinds Haupt­quar­tier gespilt/Sum­ma­ri­sche Rela­ti­on Deß Ver­lauffs, Was Gestalt durch die Kay­ser­li­che und Chur-Baye­ri­sche, wie auch Fürst­li­che Lotha­rin­gi­sche Waf­fen, am 24. unnd 25. Novem­bris, diß 1643. Jahrs die Frant­zö­si­sche und Gue­bria­ni­sche Arme­en, zu und umb Dutt­lin­gen zertrennet4Johan­nem Geng
164324.11.1643

Vereich­nis der vom Feind erober­ten Stück und Artil­le­ria:
3. Hal­be Quartau­nen
1. Sin­ge­rin
2. Quar­tier­schlan­gen
4. Fal­co­nen
1. Böl­ler
(Alle mit Zubehör)

21. Leit­ter-
20. Kugel­wä­gen
14. Kär­ren
(Bela­den mit 100. Cent­ner Pulver/ Item Lunten/ groß und klei­ne Kuglen/ auch Schant­z­zeug neben ande­rer Nothtufft)

In Rot­weil seyn noch 24. Tho­nen Pulver/ 100. kleine/ unnd 6. gros­se Gebund Lunten/ Item eine gute Anzahl Muß­que­ten-Kugeln gefun­den worden.

Sum­ma­ri­sche Rela­ti­on Deß Ver­lauffs, Was Gestalt durch die Kay­ser­li­che und Chur-Baye­ri­sche, wie auch Fürst­li­che Lotha­rin­gi­sche Waf­fen, am 24. unnd 25. Novem­bris, diß 1643. Jahrs die Frant­zö­si­sche und Gue­bria­ni­sche Arme­en, zu und umb Dutt­lin­gen zertrennet14Johan­nem Geng
164312.1643Ende Dezem­ber war er (Johann Wolf) mit 2.000 Rei­tern in Stock­ach angekommen,“alldort den Fran­zo­ßen, auß und ein sich zue pro­phi­an­tie­ren, den paß zu sper­ren (…) so ligt auch schon all­be­rait volk zue Süpp­lin­gen, Ser­na­tin­gen und Nel­len­burg, an wel­chen orten sie sich ein­schan­zen. So sol­le auch obris­te N. Gaber, so vor disem zue Mör­spurg qua­tiert gele­gen, jet­zun­der zue Salem anko­men, auch sein volk in die dör­fer Rück­hen­bach, Lüp­pe­raz­reut­hein umb und umb Hayl­gen­berg zu blo­quie­ren, ligen haben, ut infra seque­tur. So sey­en auch die 300 pferd, so zue Mör­spurg gele­gen, man­gel fuo­ter­aschi, gegen fuoß­volk abge­wix­let worden“.Sebas­ti­an Bürsters Beschreibung182Weech
164314.12.16431643, 14. Dezem­ber. Wird (Truck­mül­ler) auf mehr­fäl­ti­ges Ansu­chen ent­las­sen und ihm zwei Win­ter­mo­na­te bewil­ligt. Am 21. Dezem­ber erhält Oberst­lieut­nant Wil­helm Cosalti das truck­mül­le­ri­sche Rei­ment. Die Dra­go­ner­com­pa­gnie wur­de dem Obers­ten Wolf verliehen.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,21124Adolf Erhard
1644Im August die­ses Jah­res war er in Heil­bronn und infor­mier­te Hatz­feldt über die Schlacht bei Frei­burg, den Wei­ter­marsch nach Vil­lin­gen und in den Raum Stutt­gart sowie über den geg­ne­ri­schen Angriff auf Phil­ipps­burg. Aller­dings wird auch „uner­hör­te Grau­sam­keit der Sol­da­tes­ka“ und Wolfs bei der Erobe­rung Wies­ba­dens im Novem­ber 1644 erwähnt.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164401.1644Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 1090 Mann zu PferdDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46235Cor­du­la Kapser
164402.1644Ab Febru­ar 1644 war er bei Kämp­fen um Über­lin­gen ein­ge­setzt. Bürs­ter berich­tet sehr aus­führ­lich dar­über: „So ligt nun schon albe­rait zu Uff­kürch in der kür­chen all­d­ort (weil ande­re heyßer zue­vor schon von Fran­zo­ßen abge­bränt wor­den) obris­ter Wolf und ain Fug­ger, sol­che ein­ge­salz­ne junk­fra­wen zue ver­bie­ten, damit sie wohl­be­schlo­ßen und ein­ge­sal­zen ver­blei­ben sol­te, nie­man­dß her­auß, auch nie­man­ds zue ihr hin­ein nit komen sol­te; und weil zue diser und sol­cher krank­hait gro­se wär­me und hüz höch­lich von nöthen, sol­le ihr von außen mit gro­ben und gro­ßen stu­cken und der­glei­chen, damit sie bald tru­cken schwü­zen, warmb und haiß genuog wer­den möch­te, ein­ge­fe­yrt wer­den. Und wei­len die Fran­zo­sen in der statt, darun­der vil Teut­sche, über 5 oder 600 guo­ter wohl­be­wehr­ter sol­da­ten nit, auch in allem zue wohl und in die län­ge nit pro­phan­tiert, hat man guo­te hoff­nung, auch kein suc­curs so bald nit haben ken­den, sol­che bald zue bezwin­gen und ein­zu­e­be­kum­men, quod deus fortunet.Sebas­ti­an Bürsters Beschreibung182Weech
164412.02.1644Den 12. Febru­ar­ii. Anje­zo würd bald der bock ange­hen, dann sie in der statt anfan­gen, an pro­phi­ant man­gel beko­men, dan viler für­näh­mer bür­gerß­kin­der uff der gaßen bett­len umbe­ge­hen; obwo­len die sol­da­ten noch haben, so haben aber die gemai­ne bur­ger nit all und sicht einer gro­ßen hun­gers­noth schon gleich, wie dan nach und nach, wa sol­che ken­den, außrei­ßen; dar­um­ben dan, alß diser tagen ain sey­ler sei­nes hand­werks her­au­ßer gewest, und wie ett­li­che sagen, uns­ri­ge haben ihn wider hin­ein getrü­ben, doch aber alß er in erfahr­nuß komen, dass er außrei­ßen wol­len, ist er gespüst wor­den; dan gar ein grim­mi­ger tyran soll der com­men­dant, unan­ge­se­hen er catho­lisch, dar­in­nen sein. So sol­len auch schon 2 capuc­ci­ner und herr pfar­rer zue dem obris­ten Wolff und Fug­ger her­au­ßer geschickt, umb lei­de­li­chen accordo zue trac­tie­ren, wor­den sein, quod tamen non creditur, diß aber gar wol und ist war, daß com­men­dant dar­in­nen aber­mah­len visi­tie­ren laßen alle örter und heyßer und gese­hen, waß noch von vor­rath an früch­ten vor­han­den seye, und jeni­gen, so noch für 5 wochen het­ten haben mögen, weg­gen­oh­men; wel­che aber noch für 10 wochen, hat er ihnen den hal­ben thail, daß ist für 5 wochen, gelas­sen und also fort; wel­cher für 20 hat er für 10 gela­ßen etc.Sebas­ti­an Bürsters Beschreibung182Weech
164419.02.1644Den 19. Febru­ar­ii hat der com­men­dant wol uff zway oder andert­halb hun­dert per­so­nen außge­la­ßen, wel­che herr obris­te Wolff wider­um hai­ßen zuerugg hin­ein­zue­trei­ben oder nider­zu­e­schie­ßen und nit paßie­ren laßen, uff wel­ches ain sol­ches geschray, jamer, heylen und wai­nen, inson­ders klai­ner kin­dern und schwan­ge­ren wei­ber, daß doch ainen har­ten stain und letst­li­chen auch ihn hat mie­ßen bewe­gen; hat er sol­che laßen ver­wah­ren biß er befelch vom obris­ten Mer­zi beko­men, wie er sich mit ihnen sol­le ver­hal­ten, wel­che also lan­ge zeit im veld in gro­ßer kel­te, regen und wind, tag und nacht uff­ge­hal­ten, und letst­lich befelch komen, sol­che alle wider­umb zue­mah­len zuerugg hin­ein­zue­ja­gen oder aber niderzueschießen.Sebas­ti­an Bürsters Beschreibung182Weech
164418.04.1644„Den 18. Apri­l­is, Mon­tag, gegen abend sey­en auch ihre stück und wägen, under wel­chen fran­zö­si­sche, so zue Dudt­lin­gen und Rodt­weil erobert, auch darun­der gewe­ßen, zue Salem durch­gan­gen und gleich in die schan­zen oder uff ihre pos­ten ein und uff­ge­füert wor­den, sey­en aber für diß­mahl nur fünf regi­men­ter vor­han­den, alß deß gene­ralß de Mer­zi, Wolf­fisch, Fug­ge­risch, Haß­lan­gisch und Win­ter­schai­disch etc, und wie man sagt, sol­le obris­te Wolff begert haben, ihme mit sei­nem regi­ment ers­ten sturmb oder anlauf zue ver­suo­chen zue lassen“.Sebas­ti­an Bürsters Beschreibung182Weech
164406.1644Auf­bruch des bay­ri­schen Hee­res aus dem Hegau. Der Abt benach­rich­tigt die Klos­ter­un­ter­ta­nen über die bevor­ste­hen­de Ankunft des Wolf’schen Regi­ments. Infol­ge der Plün­de­run­gen der bay­ri­schen Sol­da­tes­ka flüch­ten vie­le Bau­ern aus der Umge­bung Vil­lin­gens in die StadtTage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen1014Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164402.06.1644Besuch von Joh. Georg Lind­ner aus Steiß­lin­gen, leut­nant im Wolf’schen Dra­go­ner­re­gi­ment. Die­ser hin­ter­legt bei mir 200 fl. Der Waf­fen­still­stand (pacis­ca­tio, eigent­li­cher Frie­dens­schluß) mit Hoh­ent­wiel wird all­seits bestätigt.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen1014Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164404.06.1644Wolf, sta­tio­niert in Steiß­lin­gen am Hoh­ent­wiel, infor­mier­te den kai­ser­li­chen Obrist­leut­nant und Ober­amt­mann von Amor­bach, Kärpen, im Juni 1644 über ein ver­lust­rei­ches Gefecht mit geg­ne­ri­schen Trup­pen bei Hüfin­gen. Dazu notiert Bürs­ter: „Den 4. oder diser tägen des Jun­ii sol­len deß obris­ten Wolf­fen und Trugg­mül­lerß regi­men­ter bey und umb Hüffin­gen her­umb über­fal­len und angrüf­fen wor­den sein von den Wei­ma­ri­schen und Fran­zo­ßen und wol biß in die 12. stund mit ain­an­der schar­siert, unse­re aber schier den kürz­ten gezo­gen und wol beder­seits uff die 4 oder 500 mann geblü­ben sein; sey­en uns­ri­ge ermant wor­den, aber den feind ver­acht, aber mit ihrem scha­den wol erfah­ren, so sich aber alß­bald wider über Rhein bege­ben, unse­ri­gen ihr papa­gi­wä­gen, 6 oder 8 stan­darden ab- und mit sich genoh­men und die­se bai­de regi­men­ter gnuog wol fun­di­tus und zue nich­ten gericht“.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164423.06.1644Benach­rich­ti­ge die Unter­ta­nen vom Anzu­ge des Wolf’schen Reiments.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen1017Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164407.1644Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: kei­ne AngabenDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46237Cor­du­la Kapser
164408.1644Im August die­ses Jah­res war Wolf in Heil­bronn und infor­mier­te Hatz­feldt über die Schlacht bei Frei­burg, den Wei­ter­marsch nach Vil­lin­gen und in den Raum Stutt­gart sowie über den geg­ne­ri­schen Angriff auf Philippsburg.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164420.08.1644Wolf liegt im Quar­tier in HeilbronnDie Feld­zü­ge der Bay­ern in den jah­ren 1643, 1644 und 1645 unter den Befeh­len des Feld­mar­schalls Franz Frei­herrn von Mercy188Johann Heil­mann
164409.1644Der kai­ser­li­che Gene­ral Graf Hatz­feld war unter­des­sen mit den Bay­ern unter den Obers­ten Wolf und Sporck auf der dies­sei­ti­gen Rhein­sei­te ange­langt, um den fer­ne­ren Fort­schrit­ten der Fran­zo­ßen Ein­halt zu thun. Auf dem rech­ten Rhein­ufer hat­ten die Bay­ern noch alles in Besitz und Oberst Wolf war schon bis zur Gustafs­burg, Mainz gegen­über, vor­ge­drun­gen und stand im Begrif­fe sich in die Stadt zu wer­fen. Dort aber ange­kom­men, erhielt er ein Schrei­ben vom Dom­ka­pi­tel, daß er sich nur zurück­be­ge­ben möge, indem man die Ver­hand­lun­gen mit den Fran­zo­ßen eröff­net habe und die Bür­ger sich wei­ger­ten, unter die Waf­fen zu tretenDie Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1859406G. F. Keller
164409.1644Im Sep­tem­ber war er mit 1000 Dra­go­nern vor Mainz gewe­sen, wel­ches Türen­ne bedräng­te, hat­te aber der Bit­te des geängs­tig­ten Dom­ca­pi­tels nach­ge­ge­ben un sich zurückgezogen.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments88Fried­rich Münich
164409.1644Die Bai­ern unter den Obers­ten Sporck und Wolf hat­ten näm­lich zu Schwan­heim wo eine Brü­cke über den Main geschla­gen wur­de , ihr Haupt­quar­tier und von den­sel­ben wur­den Trup­pen­ab­tei­lun­gen von 1200 Rei­ter nach Höchst und Hof­heim vorgeschoben…Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1859407G. F. Keller
164406.09.1644Oberst Wolf stand mit 300 Dra­go­ner bei Hei­del­berg, um den Feind auszukundschaften.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band674Johann Heil­mann
1644Mit­te 09.1644Der baye­ri­sche Oberst Wolf war mit 1000 Dra­go­ner bis Gustafs­burg vor den Mau­ern der Stadt zu Hil­fe her­an geeilt; die Dom­her­ren gaben ihm die Wei­sung, zu war­ten bis die Ver­hand­lun­gen mit den Fran­zo­ßen abge­lau­fen seienMaxi­mi­li­an I. der katho­li­sche, Kur­fürst von Bay­ern und der drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg 1870837Dr. Fr. Ant. Wil­helm Schreiber
164417.09.1644Den Oberst Wolf hat­te er nach Mainz vor­aus­ge­schickt, um die­se Stadt „bis auf Ankunft der Arma­da vor dem Feind zu desen­diren“. Als Wolf vor Mainz ein­traf, war die Schiff­brü­cke abge­fah­ren und das Dom­ka­pi­tel stand bereits in Unter­hand­lung mit dem Feind. Wolf erhielt den Bescheid, sich wie­der zurückzuziehen.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band674Johann Heil­mann
164417.09.1644(..) auf die Ueber­ga­be des wich­ti­gen Rhein­pas­ses (bei Phil­lips­burg) folg­te der Fall von Mainz, wel­ches die geist­li­chen Her­ren am 17ten Sep­tem­ber den – Fran­zo­sen räum­ten, nach­dem sie dem bai­ri­schen Obris­ten Wolf, wel­cher bis Gus­tavs­burg her­bei­ge­eilt, die Wei­sung gege­ben sich bei schon ange­knüpf­ten Unter­hand­lun­gen zurückzuziehen.Johann von Werth im nächs­ten Zusam­men­han­ge mit der Zeitgeschichte148Fried­rich Wil­helm Barthold
1644Ende 09.1644Mer­cy befahl dem Gene­ral Weert mit einem Rei­ter­corps und den wol­fi­schen Dra­go­nern in Eil­mär­schen über Mil­ten­berg und Aschaf­fen­burg gegen Hanau auf­zu­bre­chen, wo die Hes­sen stan­den und der Ver­ei­ni­gung mit Turen­ne harrtenMaxi­mi­li­an I. der katho­li­sche, Kur­fürst von Bay­ern und der drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg 1871837Dr. Fr. Ant. Wil­helm Schreiber
1644Ende 09.1644Steht die bai­ri­sche Armee teil­wei­se bei Stein­heim, (Mer­cy, Rück­zug von Frei­burg) 1 Cor­net und 35 Dra­go­ner von Johann Wolf befin­den sich 14 Tage in Babenhausen.
164415.10.1644Wolfs Dra­go­ner erhal­ten noch ab 05.//15. Okto­ber 1644 6 Wochen lang Ver­pfle­gung (in Baben­hau­se?). Cor­po­ral dort war Johann Steyn. Wach­meis­ter war Clau­ti BerlinStD. E8A 137⁄2
164419.10.1644Am 09./19. Okto­ber 1644 wird Obrist Wolf um Abfüh­rung des in Baben­hau­sen sta­tio­nier­ten Cor­nets von 37 Dra­go­nern gebeten.StD. E8A 137⁄1
164421.10.1644Am 21. Okto­ber ant­wor­tet Wolf aus Aschaf­fen­burg auf den Befehl vom 09./19. Okto­ber zur Abfüh­rung des Cor­nets aus Babenhausen.StD. E8A 137⁄1
164421.11.1644(…) denn als die gedach­te (kai­ser­li­che und baye­ri­sche) Armee den 21. Oct. Des benenn­ten Jah­res zu Schwan­heim am Mayn, gegen Höchst über, ange­kom­men und von dem Gene­ral der­sel­ben die Obris­ten Spock und Wolff mit 1200 Baye­ri­schen Reu­tern sogleich über de Mayn zu gehen und Höchst und Hof­heim zu beset­zen beor­dert wur­den, so sen­de­ten sol­che nach Ber­rich­tung des­sen sofort gros­se Par­tein nach den umlie­ge­den Oer­tern aus und lie­ßen hin und wie­der plün­dern und aller­lei Gewalt­ta­ä­tig­kei­ten ausüben.Denk­wür­di­ger und nütz­li­cher rhei­ni­scher Anti­qua­ri­us. Mit­tel­rhein. Abtei­lung 2. 15.389Chr. Von Stramberg
164411.1644Wolf in Ver­bin­dung mit Sporck erstieg im Novem­ber 1644 Wies­ba­den, wo die Sol­da­tes­ka, nach­dem vie­le Bür­ger nie­der­ge­schla­gen waren, mit Frau­en, Mäd­chen, ja sogar Kin­dern uner­hör­te Unzucht trieb, dann plün­der­te und zuletzt die Stadt in Brand steckte.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments88Fried­rich Münich
164411.1644Ein drit­ter erlitt bei der Erstür­mung von Bens­heim eine töd­li­che Ver­wun­dung – WolfDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄4687Cor­du­la Kapser
164411.1644(…) unge­fähr 6 Wochen dar­nach, das Städt­lein Bens­heim in der Berg­stra­ße haben bestür­men müs­sen (…) der Obris­te Sporck (…) in einem Schar­müt­zel gefähr­lich ist ver­wun­det und kaum wie­der geheilt, der Obris­te Wolff aber nebst vie­len andern bei der Wiß­ba­di­schen Plün­de­rung gewe­sen Offi­cie­ren in einem gemel­ded­ten Stu­em vor Bens­heim gar todt geschos­sen worden.Denk­wür­di­ger und nütz­li­cher rhei­ni­scher Anti­qua­ri­us. Mit­tel­rhein. Abtei­lung 2. 15.390Chr. Von Stramberg
164411.1644Denn als Feld­mar­schall Mer­cy und Johann von Werth sechs Wochen spä­ter Bens­heim, das von den Fran­zo­ßen besetzt war, bestür­men lie­ßen, wur­de der größ­te Theil davon nie­der­ge­schos­sen, Sporck ver­wun­det, Oberst Wolf aber, als er wäh­rend des Stür­mens mit einer Fackel zum Tho­re lief, um sol­ches anzu­bren­nen, bekam er einen Schuß, an des­sen Fol­gen er bald dar­auf starb.Die Drang­sa­le des Nas­saui­schen Vol­kes im drei­sig­jäh­ri­gen Krieg 1859409–410G. F. Keller
164411.1644Kein Wun­der daher, wenn man es als ein Straf­ge­richt Got­tes ansah, daß Oberst Wolff nebst sei­nen Offi­cie­ren und den meis­ten Leu­ten sei­ner ruch­lo­sen Rot­te sechs Wochen dar­nach bei der Erstür­mung des Städt­chens Bens­heim an der Ber­gſtra­ße nie­der­ge­schos­sen wur­de und die­sel­ben also ihrer sünd­li­chen Beu­te nicht lan­ge froh geblie­ben ſind, wäh­rend Sporck in einem ande­ren Gefech­te so gefähr­lich ver­wun­det wur­de, daß er fast nocht wie­der geheilt wer­den konnte.Das Her­zog­t­hum Nas­sau in male­ri­schen Ori­gi­nal-Ansich­ten sei­ner inter­es­san­tes­ten Gegen­den, merk­wür­digs­ten Städte, (…)150Aloys Hen­nin­ger
164421.11.1644Am 21.11.1644 wur­de er bei dem Ver­such, Bens­heim zu erobern, in den Rücken geschos­sen und starb an die­ser Verwundung.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164424.11.1644Er (Mer­cy) beschränk­te sich auf die Siche­rung der Berg­stras­se, ließ die Kaval­le­rie unter Werth gegen Höchst vor­sto­ßen, dass den Hes­sen, die den Ort am 16. Sep­tem­ber besetzt hat­ten, „per Akkord“ wie­der ent­ris­sen wur­de (8. Novem­ber), und stürm­ten Bens­heim, wo der tap­fe­re Dra­go­ner­obrist Wolff den Tod fand (21.11.1644)Jan von Werth149Hel­mut Lahrkamp
164412.1644Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf: 10 Kom­pa­gni­en 928 Mann zu PferdDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46239Cor­du­la Kapser
164401.12.1644Der baieri­sche Dra­go­ne­ro­n­erst Wolf zeich­ne­te sich als tap­fe­rer Offi­zier viel­fach aus. 1640 besetz­te er Spey­er und erober­te Land­au und Ger­mers­heim. Dar­auf wur­de er zum Schutz von Aschaf­fen­burg abbe­ru­fen. Bald nach­her fin­den wir ihn als Erobe­rer von Ober­ur­sel. 1643 lei­te­te sein Angriff am 24. Nov. den Sieg bei Tutt­lin­gen ein. Fer­ner zeich­ne­te er sich in der Schlacht von Frei­burg am 03. und 05.August 1644 aus. Am 01.Dez. 1644 fiel der „in sei­ner Spe­zi­al­waf­fe uner­setz­li­che“ Oberst im Sturm auf BensheimMau­rus Frie­sen­eg­ger – Tage­buch aus dem 30jährigen Krieg131Pater Wil­li­bald Mathäser
164401.12.1644Anfang Dezem­ber wur­den Bens­heim und Wein­heim ange­grif­fen. Am 1. Dezem­ber wur­de Bens­heim erstürmt, bei die­ser Gele­gen­heit aber der aus­ge­zeich­ne­te Dra­go­ner­oberst Wolf – das Mus­ter eines Sol­da­ten – so ver­wun­det, daß er bald dar­auf starb.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band676Johann Heil­mann
164405.12.1644

Am 5.11.1644 (eher 5.12.1644) war er (Nuss­baum) von Gene­ral­kriegs­kom­mis­sar Schäf­fer für die Obris­ten­stel­le emp­foh­len wor­den. Nuss­baum sei beim Regi­ment des gefal­le­nen Obris­ten Wolff etli­che Jah­re gemei­ner Offi­zier, Haupt­mann, Obris­t­wacht­meis­ter und Obrist­leut­nant gewe­sen. Er wer­de von den Sol­da­ten geliebt und zugleich gefürchtet.

Nuss­baum fun­gier­te als Obrist eines Dra­go­ner-Regi­ments von 623 Mann, als er beim Über­fall auf Nagold durch fran­zö­sisch-wei­ma­ri­sche Trup­pen (am 04.04.1645) getö­tet wurde.

Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164407.12.164420 Dra­go­ner sind in DieburgStD. E8A 77⁄2Chris­ti­an Kodritzki
164414.12.1644Mer­cy an Maxi­mi­li­an am 14.12.1644: “Anlan­gend das wolf­s­che Dra­go­ner­re­gi­ment, da habe ich zwar lang drauf gedacht, wie sol­ches mit einem ande­ren qua­li­fi­cier­ten sub­jec­to könn­te ersetzt wer­den, auch mit den Gene­rals­per­so­nen davon gere­det, allein fin­de ich kei­nen, wel­cher das­je­ni­ge, so der Oberst Wolf gethan, dabei wird präs­tie­ren kön­nen; doch sehe ich kei­nen bes­se­ren dazu qua­li­fi­cirt zu sein, als des sporkschen Regi­ments zu Pferd Oberst­lieut­nant Creuz, wel­cher nicht allein ein guter und wacht­ba­rer Sol­dat, son­dern vor die­sem bei den Dra­go­nern her­kom­men gewest.”Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band676Johann Heil­mann
1644Ende 1644„.. das nicht bens­heim vor wenig tagen mit Sturm über­gan­gen, und der Obris­te Wolf durch einen Dop­pel­ha­cken davor Tod geschos­sen…“ aus einem Brief Johann von Hes­sen an sei­nen Bru­der Georg.StA­DaChris­ti­an Kodritzki
1644Ende 1644

Er (Johann Wolf) wur­de in Adels­heim begra­ben, wo heu­te noch sein Grab­stein steht.

Anm: Es han­delt sich hier­bei nicht um den Grab­stein, son­dern den Epi­taph Johann Wolfs. Ob er dort begra­ben ist, kön­nen wir nicht mit Sicher­heit sagen.

Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
seit 1645Dra­go­ner­re­gi­ment Creutz [Creuz, Kreuz, Kreutz, Kreitz], Georg ()
164501.1645Als Mer­cy gefragt wur­de, ob man Sper­reu­ter das nun füh­rer­lo­se Dra­go­ner­re­gi­ment Wolf ver­lei­hen sol­le, woll­te Mer­cy die­ses lie­ber dem Obers­ten Creutz über­tra­gen. Sei­ne Begrün­dung war: “…dann der Gene­ral Wacht­meis­ter Sper­reu­ter ist zwar ein gue­ter; aber ein alter Mann, daß er bey die­sem Regt. der­glei­chen tra­va­gli­en (das vie­le Kreuz- und Quer­rei­ten) nit wohl mehr außste­hen kann…”Sei­ten­wech­sel108Chris­ti­an Kodritzki
164527.01.1645Regi­ment Wolf liegt im Win­ter­quar­tier in Nürn­berg: Die Nürn­ber­ger woll­ten sich zu nichts ver­ste­hen; weil das Spor­ki­sche und Wolf­fi­sche Regi­ment in ihrem Gebie­te lag. Deß­we­gen der hie­si­ge Obers­te die Waa­ren eines Nürn­ber­ger Kauf­manns, der den Fas­ten­markt hier bezog, arre­ti­ren ließ.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164525.03.1645Das war nun in kur­zer Zeit der drit­te her­be Ver­lust, der das baye­ri­sche Herr traf. Zuerst fällt der Gene­ral­wacht­meis­ter Kas­par von Mer­cy bei Frei­burg, dann der tap­fers­te unter den Tap­fe­ren Wolf und jetzt Nuß­baum. Es ver­geht noch eine kur­ze Zeit und das Heer ver­liert bei Allers­heim mit dem Feld­mar­schall Mer­cy, den bes­ten Gene­ral, den es bis zum heu­ti­gen Tag gehabt.Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 2. Band681–682Johann Heil­mann
164509.04.1645Der Bür­ger­meis­ter und die Räte beton­ten, dass sie die baye­ri­schen Dra­go­ner vom Regi­ment Creutz (Kreuz) unter de Befehl des Oberst­wacht­meis­ter von der Heese ger­ne auf­ge­nom­men hät­ten und mit ihnen aus­ge­kom­men wäre. Beson­ders von der Heese wur­de als “Ehr­li­cher Cha­va­lier” gelobt.Sei­ten­wech­sel128Chris­ti­an Kodritzki
164505.05.1645Creuz (Creiz) lag 1641 als Obrist­lieut­nant bei Sporck mit 400 zu Roß und zu Fuß in Tutt­lin­gen; den 17. Nov. 1642 über­fiel ihn der fran­zö­si­sche gene­ral Erlach in Ehin­gen der­ge­stalt, daß er 100 mon­tir­te Pfer­de und meh­re­re Gefan­ge­ne ver­lor; trotz­dem hielt er sich tap­fer, daß er den Feind wie­der aus dem Orte hin­aus­schlug, wobei die­ser 1 Obrist­lieut­nant und eini­ge Tod­te auf dem Plat­ze ließ. Im Janu­ar 1643 führ­te er die Spork’schen Rei­ter zur Armee; 1645 ist er Oberst über ein Regi­ment Dra­go­ner, wel­ches in der Schlacht bei Herbst­hau­sen war, von wo Mer­cy ihn “mit sei­nem und dem Spor­cki­schen Regt nacher Schwä­bisch Hall geschickt, umd zu sehen, daß Er die 2 annoch vom feint daselbs­ten hün­dert­las­se­nen hal­ben Cat­hau­nen bekom­men möge”Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments110Fried­rich Münich
164505.05.1645Nach dem Sieg der Schlacht bei Herbst­hau­sen: Die ohne allen Zusam­men­halt an Rhein und Main flüch­ten­den Trüm­mer der Armee wur­den auf der Ver­fol­gung ereilt und gefan­gen, ande­re gerie­ten auf ein­zel­ne, ohne Kun­de der Nie­der­la­ge mar­schie­ren­de kai­ser­li­che oder baye­ri­sche Regi­men­ter und wur­den nie­der­ge­macht, so Turen­nes zu Schwä­bisch-Hall gele­ge­ne Gar­ni­son, die nicht am Tref­fen teil­ge­nom­men hat­te bei Sin­drin­gen am Kocher, wo sie durch den Dra­go­ner­obris­ten Creutz über­fal­len wurdenJan von Werth154Hel­mut Lahrkamp
164530.07.1645Mer­cy ver­leg­te von Feucht­wan­gen aus am 30.Juli etwa 600 Mann unter dem Obris­ten Creutz in die Stadt DinkelsbühlThea­trum EuropaeumBand V
164531.07.1645Anrü­cken­de fran­zö­si­sche, wei­ma­ri­sche und hes­si­sche Armee auf Din­kels­bühl: (…) Sie hat­ten such auch schon des Land­gra­bens und der Höhe (…) bemäch­tigt. Die nächs­te Nacht bereits in den Stadt­gär­ten vor dem Segrin­ger Tor zu schan­zen ange­fan­gen, die­ses aber am fol­gen­den Mor­gen vom Obers­ten Kreuz wie­der demo­liert wor­den sei. Nach dem Abrü­cken der Fein­de gen Nörd­lin­gen: Nach der Stadt all­ge­mei­nen Bedau­ern zog dannn auch noch der belieb­te Oberst Kreuz mit dem Groß­teil der Besat­zung, unter Hin­ter­las­sung eines “sehr üblen wel­schen Haupt­manns”, nach Lau­in­gen ab. (Fußn: Genannt wer­den die Dra­go­ner vom Regi­ment Kreuz, Klein­sches und Win­ter­schaid­sches Fuss­volk, Höchst­stär­ke ins­ge­samt 450 Mann)Sei­ten­wech­sel129Chris­ti­an Kodritzki
164520.08.1645Der Kur­fürst rüg­te mehr­fach die schlech­te Dis­zi­plin der Trup­pen. Z.B. wur­den der Obrist Creutz und der Obristlt. Buden­bach der Plün­de­rung beschuldigtJan von Werth161Hel­mut Lahrkamp
164511.1645Kriegs­stär­ke Regi­ment Wolf (jetzt Creutz) 10 Kom­pa­nien, 846 MannDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄46241Cor­du­la Kapser
164521.11.1645Kriegs­stär­ke Regi­ment Creuz: 10 Com­pa­gni­en, 846 Mann (Gesam­te Armee: 9477 Mann Cava­le­rie, 1703 Dragoner)Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2926Adolf Erhard
164601.1646Win­ter­quar­tier bezog er in Gerns­bach, dann in Frank­furt am Main und Hanau, von wo aus sein Regi­ment im Janu­ar 1646 die Mau­ern der chur­main­zi­schen Stadt Aschaf­fen­burg überstieg.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments110Fried­rich Münich
164609.1646Im Sep­tem­ber griff Königs­mark unse­ren Obers­ten (Creutz), der nebst­Jung-Kolb 800 Pfer­de stark war, bei Pfaf­fen­ho­fen an, und schlug bei­de mit Ver­lust von (…)Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments110Fried­rich Münich
164610.1646Den 20. Sept. 1646 erhielt er Befehl “soll die Stadt Mem­min­gen mit soviel Rei­tern vnd Tra­go­nern als müg­lich bese­zen , und mit „ den übri­gen nacher Augs­burg mar­chie­ren“ , was ihm trotz der wach­sa­men Fein­de gelang . In Augs­burg fand er Abt­hei­lun­gen von Creuz , Jung-Kolb , und Spork , so wie den tüch­ti­gen Oberst­lieu­ten­ant Pif­fin­ger vor . Wran­gel bedräng­te die Stadt hart ” mit Beschie­ßen und Stür­men , beſon­ders am Alen­ken-Thor und der Juden­bas­tei, wo der jun­ge Kolb und Creuz ihren Muth bewie­sen , bis end­lich Wörth den 13. Okt. zum Ent­satz her­an­rük­te . Der Chur­fürst belob­te den 14. (Okto­ber) sämmt­li­che wegen ihres Wohlverhaltens.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments107Fried­rich Münich
1647Der Oberst Creuz zog sei­ne Trup­pen (es waren dieß die Bay­ri­schen), von Mur­nau und Weil­heim, wo die­sel­ben im Win­ter­quar­tier gelegenChro­nik der Stadt Weil­heim vom Ursprun­ge der Stadt bis auf die neus­te Zeit106Karl August Böheimb
1647Der Obrist­leut­nant Mat­thi­as Renz vom Regi­ment Sporck wur­de beschul­digt, nach Ein­tre­ten des Waf­fen­still­stan­des “unziem­li­che Reden” geführt zu haben und kam in Arrest. Sein Kom­man­deur, der Gene­ral­wacht­meis­ter Johann von Sporck, dach­te nicht anders und besprach sich mit Werth; der Dra­go­ner­obrist Creutz, der vor­dem unter Sporck gedient hat­te, war mit ihm einig, daß die Regi­men­ter dem kai­ser zuge­führt wer­den müßten.Jan von Werth170Hel­mut Lahrkamp
1647Zwei wei­te­re gin­gen 1647 als Meu­te­rer: Scho­ch, CreutzDie baye­ri­sche Kriegs­or­ga­ni­sa­ti­on in der 2. Hälf­te des 30 jäh­ri­gen Krie­ges 1635 – 1645⁄4687Cor­du­la Kapser
1647(…) auch die Offi­zie­re des Dra­go­ner­re­gi­ments Creutz erschei­nen in der Fol­ge in der kai­ser­li­chen Armee. Bis auf Scho­chs Dra­go­ner trat kein Regi­ment geschlos­sen überJan von Werth181Hel­mut Lahrkamp
Den 18. rück­te Creuz mit den Sei­ni­gen in Augs­burg ein, wo er sich unter Roy­er sehr brav hielt, wes­halb auch ihn der Chur­fürst d. d. 14. Okt. mit einem Lob­schrei­ben beehr­te. Von hier bezog das 11 Com­pa­gni­en star­ke Regi­ment Win­ter­quar­tier in Aich­ach, Schro­ben­hau­sen, Lands­berg und Schongau.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments110Fried­rich Münich
1647Vor den eige­nen­Ka­me­ra­den war aber die unge­recht erwor­be­ne Beu­te auch nicht sicher. So kam eine Abt­hei­lung des Sporck’schen Regei­ments nach Aich­ach; allein Oberst Creuz lag schon mit sei­nen Dra­go­nern unter den Tho­ren und nahm ihnen wie­der ab, was sie ihre­s­eits den Land­leu­ten an Getrai­de, Lein­wand und anderm abge­drun­gen hatten.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments118Fried­rich Münich
164714.03.1647Nach dem Abschluss des Neu­tra­li­täts­ab­kom­mens zwi­schen Bay­ern und Frank­reich, Schwe­den am 14. März 1647 hat­te der baye­ri­sche Gene­ral der Kaval­le­rie Johann von Werth ver­sucht, die gesam­te baye­ri­sche Armee dem Kai­ser zuzu­füh­ren. (…) Am 4. Juli setzt Maxi­mi­li­an einen Preis auf den Kopf Johann von Werths von 1000 Rth­lr. aus. Die­sen preis erhöh­te er am 10. Juli auf 10000 Rth­lr. und setz­te auf Johann von Sporck und den Obers­ten Creutz je 1000 Rth­lr. KopfprämieVon Krieg zu Krieg266Chris­ti­an Kodritzki
164726.03.1647Ver­letz­ter Ehr­geiz scheint aus­schlag­ge­bend für Werths Meu­te­rei gewe­sen zu sein. Unter den gegann­ten Offi­zie­ren war Graf Spaur Werths Schwa­ger, Spork als Gene­ral­wacht­meis­ter sein engs­ter Mit­ar­bei­ter, Salm sein Ver­bin­dungs­mann zum Kai­ser, Creutz ein Werth blind erge­be­ner roher HaudegenJohann von Werth (Ritz­ler S. 38ff), Tage­buch aus dem 30 jäh­ri­gen Krieg135Mau­rus Friesenegger
seit 19.07.1647Dra­go­ner­re­gi­ment Bar­tels [Bart­hels, Bär­tels, Bärtl], Johann Hein­rich. Reichs­frei­herr von Wen­dern, Heim­hof und Her­manns­reuth (1605−1684)
1647Der Drag­ner-Oberst Creuz und sein Regi­ment; das­sel­be kommt nach dem schänd­li­chen Beneh­men sei­nes Inha­bers an BärtlGeschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-RegimentsXIIFried­rich Münich
164704.1647Meu­te­rei: KAPSER, Mili­tär­or­ga­ni­sa­ti­on, S. 67; bzw. S. 64ff. Das THEATRUM EUROPAEUM Bd. 6, S. 778, berich­tet: „Bey vor­ha­ben­der Exauc­to­ra­ti­on / hat sich unter­deß Herrn Obris­ten Bart­hels Tra­go­ner-Regi­ment (so vor die­sem Herr Obris­ter Creutz gehabt / und in der Abdanckung nicht begrif­fen) als wel­ches mit der 3. Monat­li­chen Bezah­lung nicht zu frie­den seyn wol­len / ein unver­mu­the­ter Auf­fstand erey­g­net / daß der Obrist und Obris­ter Lieu­ten­ant von ihnen ent­reit­ten müs­sen; dar­auff die Rebel­len sich in das Schloß Hil­pold­stein retiri­ret: Wei­len nun des Herrn Gene­rals und Feld­mar­schal­len von Encke­fort Excell. in con­ti­nen­ti etli­che hun­dert Mann zu Roß und Fuß auff sie außcom­man­dirt / die­se auch das Schloß umb­setzt / und Stü­cke auf­fge­führt, haben sich die Empör­te Mitt­wochs den .. April gut­wil­lig erge­ben. (…) . Sons­ten ist unterm Dato 22. Apri­l­is st: vet. Nach­richt ein­ge­langt / daß / nach dem die Rebel­len von mehr­be­nann­tem Barth­li­schen Tra­go­ner-Regi­ment durch Gewalt wie­der­umb zum Gehor­samb gebracht / geviert­heilt / 14. Reu­ter / theils gehenckt und ent­haup­tet / viel unred­lich gemacht / und ohne Abschied fort­weg gejagt wor­den“.
Das Dra­go­ner­re­gi­ment Bar­tels hat­te 1647 übri­gens nur einen Aus­län­der­an­teil von 9, 6 %;
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164705.1647Im Mai 1647 tauch­te Bar­tels zusam­men mit Liech­ten­au in Frei­sing auf. Fürst­bi­schof Veit Adam von Gepeckh führ­te Kla­ge über sie. Die zurück­ge­las­se­nen bischöf­li­chen Räte befürch­te­ten, dass die Kur­baye­ri­schen vom Schloss aus ver­tei­di­gen woll­ten. Gepeckh trös­te­te sie fata­ler­wei­se damit, dass man ange­sichts der schwe­di­schen Armee das Schloss wohl ohne­hin nicht ver­tei­di­gen kön­ne, was sich ein Jahr spä­ter erwei­sen sollte.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
1647Mit­te 06.1647..auch die Offi­zie­re des Dra­go­ner­re­gi­men­tes Creutz erschie­nen in Fol­ge in der kai­ser­li­chen ArmeeJan von Werth181Hel­mut Lahrkamp
164707.1647Kriegs­stär­ke Dra­go­ner­re­gi­ment Bärtl: 10 Com­pa­gni­en, 723 Mann (gesam­te Baye­ri­sche Armee: 9438 Mann)Kriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2927Adolf Erhard
164707.1647Joh. Von Wörth, bis­her obers­ter Gene­ral der bay­ri­schen Rei­ter, ist samt dem Obers­ten Kreuz und der gesam­ten Rei­te­rei in den kai­ser­li­chen Dienst über­ge­gan­gen, wor­auf der Kur­fürst von Bay­ern eine Beloh­nung von 10.000 Talern auf die Gefan­gen­nah­me des Über­läu­fers aussetzt.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen1118Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164705.07.1647(…), dage­gen zogen die bei­den im Wes­ten des Lan­des lie­gen­den Dra­go­ner­re­gi­men­ter Scho­ch und Creutz in ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung den kai­ser­li­chen Fah­nen zu. (…) Obrist Creutz, der um und in Aich­ach ein­quar­tiert war, zog auf Regens­burg; nach dem Beweis sei­nes Abfalls setz­te der Kur­fürst 1000 Taler auf sei­nen Kopf. Als Creutz zum kai­ser­li­chen Heer sto­ßen woll­te, meu­ter­ten sei­ne Dra­go­ner, wor­auf der Obrist sie nach Regens­burg zurück­führ­te. (Fußn: Creutz erhielt Ende 1647 ein kai­ser­li­ches Kürassierregiment)Jan von Werth177Hel­mut Lahrkamp
164709.07.1647Regi­ment Creutz bei VilshofenActa Wegen des zu Ulm zwi­schen Denen Königl. Schwe­di­schen: und Chur­Bey­ri­schen Her­ren Depu­tir­ten geschlos­se­nen Armistitii87
164710.07.1647Über­lau­fen zur Kai­ser­li­chen Armee: Beh­ling, der Ritt­meis­ter des Sporkschen Regi­ments, jag­te sich eine Kugel durch den Kopf, den Gra­fen Salm, den schlau­en Unter­händ­ler in Wien, lie­fer­ten die Wert­hi­schen dem Chur­fürs­ten aus, wel­cher ihn ins Ingol­städ­ter Gefäng­niß warf; der Obrist Kreuz war mit sei­nen Dra­go­nern aus dem Eich­städt­schen rau­bend bis Regen­spurg gezo­gen; anfangs hat­te er zwar dem zu ihm geschick­ten Obrist­lieut­nant von Lich­ten­au Gehor­sam gegen den Chur­fürs­ten gelobt, war aber den­noch mit 400 Kroa­ten­über die Regens­bur­ger Brü­cke auf Cham gezo­gen; als ihn der Abge­ord­ne­te drin­gend zur Umkehr ermahn­te, ver­wun­de­te er ihn mit dem Degen in den Arm, schlepp­te ihn zu Fuß neben dem Pfer­de nach Regens­burg, und über­gab ihn dem kai­ser­li­chen Befehlshaber.Johann von Werth im nächs­ten Zusam­men­han­ge mit der Zeitgeschichte188Fried­rich Wil­helm Barthold
164719.07.1647Der Wacht­meis­ter teilt fol­gen­de Neu­ig­keit mit: Gene­ral Joh. Von Wörth und Oberst Sporckh gin­gen in den kai­ser­li­chen Hee­res­dienst über, es folg­te mit sei­nen Dra­go­nern Oberst Kreuz.Tage­buch des Abt Micha­el Gais­ser der Bene­dek­ti­ner­ab­tei St. Georg zu Villingen1119Stadt­ar­chiv Vil­lin­gen- Schwenningen
164719.07.1647Oberst Johann Bärtl hat­te das Regi­ment am 19. Juli 1647 erhal­ten. Vor ihm war Creutz Oberst und Com­man­deur des Regi­ments; sein Name wur­de an den Gal­gen geschla­gen, da er vor sei­ner Fah­nen­flucht sich Bex­a­tio­nen jeg­li­cher Art zu Schul­den kom­men hat las­sen. Creutz hat­te das Regi­ment nach dem Tod des unüber­treff­li­chen Wolf, des bes­ten Sol­da­ten der Armee, erhaltenKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwaben929Johann Heil­mann
164708.1647Über den Ulmer Waf­fen­still­stand waren viel hohe bai­ri­sche Gene­ra­le so sehr unzu­frie­den, daß sie nicht weni­ger im Schil­de führ­ten, als Bai­ern zu ver­las­sen, und zum Kai­ser über­zu­ge­hen, und auch ihre Regi­men­ter mit­zu­neh­men, Unter die­sen waren der Oberst­wacht­meis­ter Sporck, Oberst Spaur, Oberst­leut­nant Graf von Salm, und Gabor, Oberst Creutz, und der recht­schaf­fe­ne Johann von Werth, der Lieb­ling und die Hoff­nung unse­res MaximiliansTage­buch aus dem 30 jäh­ri­gen Krieg94Mau­rus Friesenegger
164708.1647Der Oberst Creutz zog sei­ne Trup­pen von Mur­nau, und Weil­heim, wo die­sel­ben im Win­ter-Quar­tier gele­gen, den Lech und die Donau hin­un­ter, plün­der­ten Aich­ach, Schro­ben­hau­sen, Gei­sen­feld, und alle Dör­fer hin­ab, um sich, und sei­ne Leu­te zu Regens­burg dem Kai­ser zu übergeben.Tage­buch aus dem 30 jäh­ri­gen Krieg94Mau­rus Friesenegger
164708.1647Da aber sei­ne Dra­go­ner (Creutz) den Mein­eid ver­merk­ten, wichen sie von ihm, denen auch die übri­gen folg­ten. Er aber kam mit Bei­hil­fe des Kom­man­dan­ten von Regens­burg mit sei­nem Raub durch.Tage­buch aus dem 30 jäh­ri­gen Krieg94Mau­rus Friesenegger
164706.08.1647

In der Saal­fel­der Chro­nis­tik heißt es: „6. Aug. (16.8.1647) lan­ge­te die Obris­tin Wol­fin mit des ver­stor­be­nen Obris­ten Cör­per und 150 Pfer­den und 60 Stück Rind­vieh von Hoff alhie an, blieb über Nacht und ward eben­mä­ßig ausgelöset“.

Anm: Wir hal­ten es für sehr unwahr­schein­lich, dass sei­ne Frau fast zwei Jah­re nach Wolfs Tod mit sei­nem Leich­nam durch süd-ost Thü­rin­gen reist. Wir haben in unse­ren Recher­chen von einem wei­te­ren Johann Wolf, wel­cher Obrist in kai­ser­li­chen Diens­ten war, erfah­ren und ver­mu­ten, dass die­ser hier eher gemeint sein kann. Die­ser leb­te auch bis min­des­tens 1646, da wir ein Schrei­ben von ihm an Pic­co­lomi­ni vom 23.04.1646 aus Kle­ve kennen.

Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164709.1647Im Sep­tem­ber 1647 war das Regi­ment unter dem Befehl Encke­vor­ts zur Bela­ge­rung Mem­min­gens her­an­ge­zo­gen wor­den und dann zum Win­ter­feld­zug nach Böh­men abkom­man­diert worden.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
164707.09.1647Bevor er den baye­ri­schen Trup­pen Befehl erteil­te, zu Melan­ders Armee zu sto­ßen, ver­lang­te er die Bestra­fung von Werth und Sporck sowie die Aus­lie­fe­rung des Obris­ten Creutz als „con­di­tio sine qua non“ der Konjunktion.Jan von Werth189Hel­mut Lahrkamp
164729.10.1647Auf Grons­felds Anzei­ge hin wur­den die den Bay­ern miß­lie­bi­ge Offi­zie­re – Obrist Creutz, der als Kom­man­dant dem Kür­as­sier­re­gi­ment Wrt­by vor­ge­stellt wor­den war, und alle Anhän­ger Werts – nach Prag beordertJan von Werth192Hel­mut Lahrkamp
1648Regi­ment Johann Wolf (…) pre­sent at the batt­les of Rhein­fel­den, Wol­fen­büt­tel, Wit­tenwei­er, Tutt­lin­gen, Frei­burg and Aller­heim, Herbst­hau­sen, and Zus­mar­s­hau­sen and may skirmishes.The Bava­ri­an Army during the thir­ty years war 1618–1648174Lau­rence Spring
164710.11.1647Dis­zi­plin­lo­sig­keit der kai­ser­li­chen Trup­pen 164748 (…) In einem Schrei­ben, das Holz­ap­pel wohl direkt nach Wien gelan­gen ließ, hat­te er ihm mit­ge­teilt, dass er einen Obris­ten mit 200 Dra­go­nern und 400 Pfer­den nach Gerstun­gen und nach dem zu Gotha gehö­ren­den Sal­zun­gen geschickt habe, um das dort­hin ver­brach­te hes­si­sche Vieh weg­trei­ben zu las­sen. Tat­säch­lich aber hat­te Obrist­leut­nant Bar­tels, der das ein­zi­ge baye­ri­sche Dra­go­ner-Regi­ment führ­te, als „ein akti­ver, valo­ro­ser, tra­vaglio­ser Sol­dat, wie ein Dra­go­ner­oberst sein soll“, galt und nach Werths Meu­te­rei das Sporck’sche Regi­ment über­nom­men hat­te, den Befehl erhal­ten, auch die nach Tan­nen­berg, Gerstun­gen und Sal­zun­gen (…) ein­ge­flo­he­nen hes­si­schen Unter­ta­nen her­aus­zu­for­dern und abzu­füh­ren. Am 10.11. erschien ein kur­baye­ri­scher Haupt­mann mit die­ser For­de­rung in Sal­zun­gen, um sich dort ein­zu­quar­tie­ren und die Aus­lie­fe­rung der Hes­sen und ihres Viehs zu ver­lan­gen, was die Stadt ver­wei­gert hat­te. Kai­ser­li­che und baye­ri­sche Schutz­brie­fe wur­den dem Haupt­mann ohne Erfolg prä­sen­tiert. Einen Tag spä­ter rück­te aus dem wohl weit­ge­hend men­schen­lee­ren Marksuhl, deren Ein­woh­ner zumeist nach Eisen­ach migrier­ten, das von Bar­tels befeh­lig­te Dra­go­ner­re­gi­ment vor die Stadt. Durch eine Kriegs­list gelang es ihnen, sich zunächst des Ober­to­res und dann auch der übri­gen Stadt­to­re zu bemäch­ti­gen. Eine Ein­la­ge­rung konn­te dadurch abge­wen­det wer­den, dass sich die Stadt durch Zah­lung von 350 Rt. und die Über­las­sung von 15 Mal­ter Hafer, 8 Eimern Bier und 4.000 Laib Brot los­kauf­te. Die hes­si­schen Unter­ta­nen, die sich auf die Burg geflüch­tet hat­ten oder anders­wo ver­steckt hiel­ten, wur­den als vogel­frei ange­se­hen. (…)Nur durch Ver­mitt­lung des Ober­amt­manns Hans Mel­chi­or von Butt­lar sowie Bür­ger­meis­ter und Rat der Stadt gelang es, ihren Bür­ger gegen ein Löse­geld von 100 Rt. frei­zu­kau­fen. Am 12.11. rück­te Bar­tels mit sei­nen Dra­go­nern wie­der ab.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
1648Ende 1648Kriegs­stär­ke Regi­ment Bärtl: 10 Com­pa­gni­en, 689 MannKriegs­ge­schich­te von Bay­ern, Fran­ken, Pfalz und Schwa­ben 7,2,2,2928Adolf Erhard
1648Er (Bär­tel) mach­te mit dem in 10 Com­pa­gni­en 408 Mann zäh­len­den Regi­ment den Feld­zug 1648 mit, behielt bei der Abdan­kung sei­ne Leib-Com­pa­gnie, wel­che in der Ober­pfalz can­ton­nier­te und den 19. Aug. 1662 zur Ver­stär­kung der Leib­gar­de zu Pferd 1 Lieut­nant, 1 Cor­po­ral und 39 Mann abgab.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments112Fried­rich Münich
1648Bar­tels ist bekannt gewor­den durch den hart bestraf­ten Auf­ruhr in sei­nem Regi­ment im Win­ter 164849 in Hil­polt­stein. Nach Grim­mels­hau­sens Dar­stel­lung, der 19 Hin­rich­tun­gen erwähnt, waren La Pierre und Elter, unter dem Grim­mels­hau­sen Regi­ments­schrei­ber war, mit der Nie­der­schla­gung der Meu­te­rei beauf­tragt. Einer der Meu­te­rer ging als Oli­ver durch Grim­mels­hau­sen in die Lite­ra­tur ein.Der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
1657Bei der Armee­ver­meh­rung von 1657 warb Oberst Bärtl eine Com­pa­gnie Archi­bu­si­er-Rei­ter zu 100 Mann, für deren jeden 75 fl. und eine Com­pa­gnie Dra­go­ner, wofür per Mann 36 fl. Wer­be­geld bezahlt, bei­de Com­pa­gni­en aber im nächs­ten Jahr abge­dankt wurden.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments113Fried­rich Münich
1660Nach dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg wur­de Bar­tels Gene­ral der Kaval­le­rie. 1660 lag Bar­tels noch in Neumarkt/Oberpfalz in Gar­ni­son. Unter Kur­fürst Fer­di­nand Maria wur­de er als Befehls­ha­ber eines 1672 am Nie­der­rhein zur Unter­stüt­zung Kur­kölns gegen Frank­reich ein­ge­setz­ten Hilfs­korps tätig. Er wur­de nobi­li­tiert als „von Wen­dern, Heim­hof und HermannsreuthDer Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg in Selbst­zeug­nis­sen, Chro­ni­ken und Berich­ten (Web­site)Dr. Bernd Warlich
167301.09.16731673 war wie­der eine bedeu­ten­de Ver­stär­kung der Tru­pen ein­ge­tre­ten, und unse­rem Obers­ten durch chur­fürst­li­ches Decret vo 1. Sept. das Com­man­do über die Dra­go­ner anver­traut worden.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments113Fried­rich Münich
167513.05.1675Den 13. Mai 1675 ver­lieh Fer­di­nand Maria ihm das Regi­ment z. Pf. des ver­stor­be­nen Obers­ten Clau, wechs durch chur­fürst­li­ches Signat vom 23. Okt. 1679 auf­ge­löst, Bärtl aber durch Ernen­nung zum Gene­ral-Wacht­meis­ter ent­schä­digt wurde.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments113Fried­rich Münich
168229.06.1682Max Ema­nu­el zog durch Decret vom 29. Juni 1682 die ein­zel­nen Com­pa­gni­en wie­der in einem Regi­ments­ver­band zusam­men, und ver­lieh sei­nem Gene­ral-Wacht­meis­ter Johann Bärtl von Wen­dern ein Regi­ment z. Pf., in wel­chem die­ser sei­ne alte Leib­com­pa­gnie ein­reih­te. Nach­dem die­se tap­fe­ren Rei­ter 1683 und84 in Ungarn wacker gekämpft hat­ten, lös­te der Chur­fürst im Juni 1685 das Regi­ment bei Pres­burg aufGeschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments113Fried­rich Münich
168422.10.1684Bärtl, der auch Land­rich­ter zu Auer­bach gewe­sen, war den 22. Okt. 1684 zu Comorn gestorben.Geschich­te des I. könig­lich baye­ri­schen Chevauxlegers-Regiments113Fried­rich Münich