Kurbairischer Dragoneroberst 

Johann Wolf

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 Johann Wolf (zeitweise auch "Johann Wolff") stammt aus einer bürgerlichen Ingolstädter Familie. Geboren wurde er am 17.03.1605. 

 Vom Wesen glich er seinem Befehlshaber, Vorbild und Freund Jan von Werth. Sein militärisches und taktisches Talent war sehr ausgeprägt. Er erkannte seine Vorteile und griff den Feind an, wann immer sich die Gelegenheit ergab. Genau wie Jan von Werth war er, so gut es ging, um das Wohl seiner Soldaten bemüht. Dies erklärt die Beliebtheit dieses jungen Offiziers.

 Erstmals als Obrist und Befehlshaber des Dragonerregimentes Werth wurde er im Juni 1636 genannt. Er nahm am Frankreichfeldzug und dem Einfall in die Picardie des Jan von Werth mit Erfolg teil und erhielt sein eigenes Regiment. Ende 1636 stand das Dragonerregiment Wolf vor der Festung Ehrenbreitstein bis diese Ende Juni 1637 erobert wurde.  Ab Herbst 1637 gehörte sein Regiment, immer noch im Heer des Feldmarschall-Leutnants Jan von Werth, der Reichsarmada unter Herzog Karl von Lothringen an und kämpfte gegen die Armee von Herzog Bernard von Sachsen/Weimar und gegen die französische Armee. Beim zweiten Gefecht in der Schlacht von Rheinfelden (28.02. und 03.03.1638) wurde Johann Wolf verwundet und gefangen. Mit dem Obrist Neuneck wurde er in der Festung Benfeld im Elsaß verwahrt. Im Juli 1639 ausgetauscht, führte er Verhandlungen zum Austausch von Jan von Werth gegen den schwedischen General Gustaf Horn. Auch führte er sofort wieder sein Regiment im Kampf gegen den Feind am Rhein. 1640 besetzte er Speyer und eroberte Landau und Germersheim. Darauf wurde er zum Schutz von Aschaffenburg abberufen. 

1641 lag er mit seinem Regiment am bayerischen Untermain. Er selber hatte in Aschaffenburg Quartier, sein Regiment lag aufgeteilt in einigen umliegenden Ortschaften. Aufgeteilt war seine Einheit wie folgt:

1 Kompagnie in Steinheim
1 Kompagnie in Seligenstadt
1 Kompagnie in Obernburg (8 Reiter davon sollen in Mömlingen im Quartier gelegen haben)
1 Kompagnie in Klingenberg
1 Kompagnie in Miltenberg
1 Kompagnie in Lohr

Bald nachher finden wir ihn als Eroberer von Oberursel. 

 Während des Gefechtes bei Liedberg am 24.09.1642 rettete er Jan von Werth das Leben.

 Zu Beginn der Schlacht von Tuttlingen (24.11.1643) eroberte er mit seinem Dragonerregiment und den Musketieren des Obristen Gold die gesamte französische Artillerie und leitete den Sieg ein. 

Ferner zeichnete er sich in der Schlacht von Freiburg am 03. und 05.August 1644 aus.

 Gefallen ist Johann Wolf am 21.11.1644 beim Sturm auf Bensheim. In der Jakobskirche in Adelsheim kann ein Epitaph von ihm besichtigt werden.

 Bei seinen Tod war Johann Wolf verheiratet. Weitere Familienverhältnisse haben wir noch nicht erforschen können.

 Um über den Obrist Johann Wolf mehr zu erfahren, verweisen wir auf die Seite von Dr. Bernd Warlich, Volkach

http://www.30jaehrigerkrieg.de/wolff-johann-3/  

Auch zu empfehlen sind die Bücher von Christian Kodritzki. http://verlag-christian-kodritzki.de/

und hier besonders das neuerschiene Buch "Zwischen Freund und Feind"

Viele Informationen zu Johann Wolf finden sich in dem Buch "Jan von Werth" von Helmut Lahrkamp, das nur noch antiquarisch zu erhalten ist.

Unter den Quellenangaben finden Sie Hinweise zu Literatur und Filmen zu diesem Thema und der dargestellten Epoche.

Weitere Ergebnisse unserer Forschungsgruppe zum Thema Johann Wolf, sein Regiment und der 30 jährige Krieg in unserer Heimatgegend finden Sie unter dem Punkt "Forschung" auf der vorherigen Seite.

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