Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf e.V.

Kurze Info zum Regiment und die Aufstellung der Einheit

Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf

- die Namensschreibweise ist unterschiedlich, deshalb haben wir uns auf "Wolf" festgelegt. Die Einheitsbezeichnung ist ebenfalls unterschiedlich, in der Literatur des 19. Jahrhundets wird sehr oft von den "Wolff`schen Dragoner" oder dem "Regiment Wolf" geschrieben. Wir benutzen den vollen Namen "Kurbairisches Dragonerregiment Johann" oder kurz "Regiment Johann Wolf".

Das Kurbairische Dragonerregiment Johann Wolf, oder Bairische Regiment Johann Wolff wurde seit etwa Ende 1636 (hier nennen manche Autoren auch 1635)  vom Obrist Johann Wolf geführt. Davor kommandierte der Obrist Wolf das Dragonerregiment Werth. Er erhielt sein eigenes Regiment aufgrund seiner Leistungen in bayerischen Militärdiensten verliehen. Das Regiment Wolf wurde neu aufgestellt. Nachdem das Regiment Wolf bei der Belagerung der Festung Ehrenbreitstein mitwirkte und in Nordhessen gegen die protestantischen Einheiten wirkte,  kämpfte es vorwiegend an der Westfront gegen die Truppen von Bernhard von Sachsen-Weimar und die französischen Truppen zwischen dem Bodensee und dem Rheingau. Bei Rheinfelden 1638 wurde Johann Wolf verwundet und gefangen, jedoch wieder ausgetauscht. Bis zum Austausch seines Befehlshabers Jan von Werth kämpfte Johann Wolf mit seinem Regiment weiter gegen die Armee Bernhards von Sachsen-Weimar und die Französische. Durch den tapferen Einsatz des Oberst Wolf und seiner Soldaten wurde bei der Schlacht bei Tuttlingen die gesamte feindliche Artillerie erobert. Diese schlachtentscheidende Tat wurde vom Kurfürst Maximilian belohnt. Johann Heilmann schreibt in seinem Werk "Kriegsgeschichte von Bayern, Franken, Pfalz und Schwaben" - der Oberst Johann Wolf sei wohl der tapferste und unternehmendste Soldat der gesamten bayerischen Armee.

Nach dem Tode von Johann Wolf beim Sturm auf Bensheim 1644 erhielt Georg Creutz das Regiment. Mit den Truppen Jan von Werths nahm das Regiment an verschiedenen Schlachten teil. Den Wechsel des Befehlshaber Jan von Werth von der Bayerischen Armee zum kaiserlichen Herr wollte Creutz zwar mitmachen, jedoch meuterten seine Dragoner und so blieb das Regiment Bayerisch. Bereits am 19. Juli 1647 wurde Johann Bartels oder Bärtl als Oberst und Kommandeur des Regiment ernannt. Auf den Kopf von Creutz wurde eine Prämie von 1000 Reichstaler ausgesetzt, da ihm Verfehlungen jeglicher Art nachgewiesen wurden und er zudem als fahnenflüchtig (wegen dem Übergang zur kaiserlichen Armee) galt. Weitere Punkte finden Sie unter der Seite "Forschung".

Pikeniere, Musketiere, Regimenter, Compagnien und Corporalschaften anstatt Landsknechte, Fähnlein und Rotten. 

Johann von Heilmann schreibt in seinem Werk "Das Kriegswesen der Kaiserlichen und Schweden zur Zeit des dreißigjährigen Krieges":

"Das Fußvolk der Kaiserlichen bestand aus Pikenieren, auch Spießer genannt, welche die Landsknechte verdrängt hatten, und aus Musketieren, und war in Regimenter, und diese in Compagnien, welche früher Fahnen hießen, eingetheilt".

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft stellen eine Compagnie dieses Regimentes in der Zeit unter dem Befehl von Johann Wolf dar. 

Die dargestellte Compagnie gliedert sich in drei Corporalschaften und dem Troß. Einer Corporalschaft steht der Corporalschaftsführer im Rang eines Corporals vor. Die gesamte Compagnie wird von einem Hauptmann befehligt. Der Troß der Compagnie besteht aus den Mägden, den Marketenderinnen, den Troßkindern sowie dem Feldscher, dem Magirus(Koch) und dem Feldkuraten.  

Die Infanteriecorporalschaften(Musketiere/Dragoner und Pikeniere/Rondartschiere) sind authentisch ausgerüstet und nach Wallhausen zeitgenössisch gedrillt.

Für die dritte Corporalschaft(Feldartillerie) steht ein Falkonett(leichte Feldartillerie) im Kaliber 30mm, ein leichtes Feldgeschütz 35mm und ein kleiner Grabenmörser(Feuerspucker)im Kaliber 40mm mit allem Zubehör zur Verfügung. Ein  oder mehrere Feldgeschütz/e können hinzu gezogen werden.

Fahne und Standarte: Die Fahne und die Standarte unserer Compagnie sind einer authentischen Vorlage einer Kurbairischen Dragonereinheit nachempfunden, da die Originalstandarte des Regimentes Johann Wolf bis jetzt nicht aufzufinden ist. Sie setzt sich aus den nachweislichen Teilen verschiedener Standarten von Dragonereinheiten zusammen.            

Bild der Fahne                                                            Bilder der Standarte

Der Spruch "Sic Transit Gloria Mundi" bedeutet "So vergeht der Ruhm der Welt" und spiegelt das Ergebnis dieses 30 Jahre dauernden Krieges. Fahnen und Standarten waren sehr oft mit solchen in Latein gehaltenen Sprüchen verziert. 

Infos zu Dragoner

1. Corporalschaft Musketiere  

2.Corporalschaft Pikeniere/Rondartschiere 
3. Corporalschaft Feldartillerie  Erweitert
 Troß und Lager   Geändert

Schaukampffechten

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