Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf e.V.

Zurück zur Hauptseite

Eine Seite zurück

2. Corporalschaft Pikeniere

Der Pikenier gehörte im 15. bis zum 17. Jahrhundert zur schweren Infanterie. Er hat seinen Namen von seiner Hauptbewaffnung, der Pike. Diese Pike ist ein zwischen 4,5m und 5,8m langer Spieß mit eiserner Spitze. Pikeniere sind meistens ganz- oder teilgepanzert und treten zumeist in Massen auf. Am bekanntesten dürfte der Pikenier im Gewalthaufen der deutschen Landsknechte des 16. Jahrhunderts und im spanischen Tercio des 16. und 17. Jahrhunderts sein. Da der Umgang mit der Pike einfach und leicht zu lernen ist, wurden Neuanfänger zuerst zu den Pikenieren gestellt. Daher kommt der Spruch: "Von der Pike auf gelernt." 

Angriffe von Reiterei oder Fußvolk können von Pikenieren abgewehrt werden. Auch können Pikeniere einen Angriff vortragen. Pikeniere arbeiten mit den Musketieren zusammen. Wenn die Musketiere nachladen, werden sie von den Pikenieren gedeckt.  

aus "Tracht, Wehr und Waffen im Dreissigjährigen Krieg" Eduard Wagner

Wie auf den unteren Bildern zu erkennen ist, werden Pikeniere bei uns intensiv ausgebildet. Da der Pikenierhaufen nur Erfolg hat, wenn jeder seine Position beherrscht, wird gerade bei den Pikenieren die Teamfähigkeit besonders trainiert.

Pikeniere im Gefecht sind sehr gut in dem Film "Alatriste" zu sehen.

Wenn zwei gegnerische Pikenierhaufen aufeinender treffen geht es schon zur Sache. Es sieht aber schlimmer aus als es ist. Hier zahlt sich eine gute Ausbildung aus. Auch muss Schutzkleidung getragen werden.

Darstellung der Schlacht bei Záblat. Hier sieht man die Haufen aus Pikenieren und Musketieren, die sich über das Schlachtfeld bewegen. Davor und dazwischen sind Kürassiere im Einsatz.

Bewaffnung Pikeniere        Pikenierdrill          Rondartschiere

Aufstellung der Compagnie  Hauptseite